Über das Wärmeleitvermögen des einschmelzenden Glasgemenges
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Abstract
Es wurde die Wärmeleitfähigkeit und ihre Temperaturabhängigkeit sowohl der in den Glasgemengen verwandten Rohstoffe als auch der Gemenge selbst und der aus ihnen erschmolzenen Gläser nach dem Hohlzylinderverfahren bestimmt. Bei den reinen gekörnten Rohstoffen wie auch ihrer Gemenge sind Wärmeleitwerte abhängig von der Schüttdichte und auf Grund der Maxwell-Gleichung für den thermischen Widerstand eines Mischkörpers berechenbar. Mit steigender Temperatur folgen sie der Gleichung λ = a + bt + ct². Eintretende Festkörperreaktionen und Schmelzprozesse verändert die Leitfähigkeitswerte in charakteristischer Weise, so dass es möglich ist, aus den Leitfähigkeitswerten die Schmelztemperaturen der Erstschmelzen und die gebildeten Schmelzmengen zu entnehmen. Letztere sind abhängig vom Alkaligehalt des Gemenges. Oberhalb 760 °C sind die Wärmeleitwerte der reinen Soda-Kalkstein-Quarz-Gemenge praktisch von der Gemengezusammensetzung unabhängig. Auch technische Glasgemenge, soweit sie nicht stark von den Soda-Kalkstein-Quarz-Grundgemengen Gläser oberhalb 900 - 1000 °C stark, die farbigen Gläser je nach der Strahlungsabsorption weniger stark an. Im Bereich der Restquarzlösung beeinflusst diese die Wärmeleitfähigkeit, so dass aus deren zeitlichen Änderung bei konstanter Temperatur die Quarz-Lösungsgeschwindigkeiten zu bestimmen sind.