Rahmenstrategie Kreis Euskirchen
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Abstract
Das Stadt-Land-Plus (SLP) Verbundprojekt „DAZWISCHEN – Zukunftsorientierter Strukturwandel im Rheinischen Revier“ ist im Februar 2020 gestartet.
Das Projekt setzt an aktuellen und hochrelevanten Fragestellungen des Strukturwandels im Rheinischen Revier an und untersucht Talente und Widerstände der Region, innerhalb der Themenfelder Siedlung, Klima, Freiraum, Mobilität und Daseinsvorsorge. Der Fokus des Forschungsprojektes liegt insbesondere auf den räumlichen Auswirkungen und Veränderungen auf die funktionalen Verflechtungen des Gesamtraumes zu den umliegenden Großstädten (insbesondere Aachen und Köln) und innerhalb des Rheinischen Reviers.
Vor dem Hintergrund dieser Strukturveränderungen erscheint es notwendig - gemeinsam mit den Akteuren in der Region - die Stärken zu identifizieren und in der Folge eine Systematisierung von Raumanforderungen, Raumtalenten und Raumwiderständen vorzunehmen. Diese regionale Zusammenarbeit möchte DAZWISCHEN befördern und versteht sich daher als Anpassungslabor an diese Strukturveränderungen sowie als Generator für ausbalancierte perspektivische Leitbilder und Entwicklungsstrategien in der erweiterten Region.
Im Rahmen des Projektes wird jedoch nicht nur das Rheinische Revier als Gesamtregion, sondern auch die Teilregionen Kreis Euskirchen sowie die Stadt Düren als Praxisbeispiele untersucht. Hierbei bietet die Analyse des Rheinischen Reviers einen Überblick über die gesamte Region und damit eine Grundlage für regionale (Planungs-)Entscheidungen.
Die Untersuchungen auf Kreis- und Stadtebene sollen darüber hinaus eine beispielhafte Herangehensweise für die räumliche Analyse von strukturwandelbetroffenen Kreisen und Gemeinden liefern, die auf andere Orte übertragbar ist.
Die Erstellung eines multihierarchischen Rauminformationssystems (RIS) ist hier als ein Kernziel zu nennen. In dieses sollen Projektergebnisse und gesammelte Informationen eingebracht werden. Im Vordergrund stehen dabei – vor dem Hintergrund von möglichen Ungleichheiten in den Lebensverhältnissen und der Qualität der Daseinsvorsorge – Betrachtungen der regionalen Verteilung von Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen. Im Rahmen des Projektes werden zudem praxisbezogene Lösungen entwickelt, um Landnutzungskonkurrenzen zwischen Siedlungsraum und Freiraum zu reduzieren. Der Einbezug der Daten aus dem RIS konnte hierbei zur Erstellung eines Entwicklungsprofils für die Teilregion des Kreises Euskirchen mit einfließen. Mit der Erstellung dieses Entwicklungsprofils, konnten auf Grund eines partizipativen Prozesses Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, welche in der vorliegenden Rahmenstrategie näher erläutert werden. Die Erstellung der Rahmenstrategie galt als Voraussetzung für die Durchführung eines Projektentwicklungsworkshops, indem konkrete Maßnahmen für eine Umsetzungsphase identifiziert werden sollten.
Zentrales Ergebnis des Projektes soll die Verbesserung der gemeinsamen Informations- und wissensbasierten Entscheidungsgrundlagen sein, um damit eine stärker reflektierte, nachhaltigere Entwicklung des Rheinischen Reviers und seiner Teilräume zu ermöglichen. Zentrale Erfolgsindikatoren und zugleich Abbruchmeilensteine sind entsprechende Vorlagen für Beschlussfassungen zur Umsetzung der hiermit vorliegenden, teilregionalen Rahmenstrategie sowie zur Aufnahme des Dauerbetriebs des Rauminformationssystems
