KoGoMo Phase II - Stärkung der kommunalen Governance für die Umsetzung von neuen Mobilitätsangeboten in Kooperation mit privaten Anbietern - Ein Projekt der Fördermaßnahme "MobilitätsWerkStadt 2025"

Abstract

Das Projekt KoGoMo zielt darauf ab, die kommunale Steuerungsfähigkeit gegenüber privatwirtschaftlichen Sharing- und Mobilitätsanbietern zu stärken und Kooperationen zu fördern, um nachhaltige Mobilitätsangebote in städtischen Räumen zu etablieren. Im Rahmen eines Reallabors im Hamburger Bezirk Harburg wurden verschiedene neue Mobilitätsprodukte erfolgreich implementiert. Dazu zählt der Ausbau des Carsharing-Angebots in Zusammenarbeit mit der Hochbahn, wobei 13 hvv switch-Mobilitätspunkte eingerichtet wurden, die auch stationsunabhängige Carsharing-Anbieter bedienen. Ergänzend wurden Pilotprojekte mit den Anbietern Cambio und Dorfstromer für stationsbasiertes Carsharing mit einer Mindestumsatzgarantie initiiert, um die Wirtschaftlichkeit in der Anfangsphase zu sichern. Zudem wurde ein Cargobike-Verleih mit stundenweiser Ausleihe in der Harburger Innenstadt etabliert, dessen Nutzerstruktur durch die TUHH evaluiert wurde. Ein On-Demand-Dienst von hvv hop wurde ebenfalls eingeführt, während Simulationen für einen MOIA Ridepooling-Service zeigten, dass dieser im Gebiet nicht realisierbar ist. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt Harburg, TUHH und der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende ermöglichte eine strukturierte und beschleunigte Standortplanung und den sukzessiven Ausbau der Mobilitätsangebote. Die im Projekt entwickelten Angebote werden über die Projektlaufzeit hinaus fortgeführt und haben positive Resonanz in der Bevölkerung erfahren, auch wenn sich das Mobilitätsverhalten bislang noch nicht signifikant verändert hat. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine Governance-Strategie ein, die als Leitfaden für andere Bezirke und Kommunen dienen soll, um die Einführung nachhaltiger Mobilitätsangebote zu erleichtern und die Projekterfolge zu übertragen.


The KoGoMo project aims to strengthen municipal governance capabilities in relation to private-sector sharing and mobility providers, and to foster cooperation in order to establish sustainable mobility services in urban areas. Within the framework of a real-world laboratory in the Hamburg district of Harburg, various new mobility products were successfully implemented. This includes the expansion of carsharing services in collaboration with Hochbahn, with 13 hvv switch mobility points established that also accommodate free-floating carsharing providers. In addition, pilot projects with the providers Cambio and Dorfstromer were initiated for station-based carsharing with a minimum revenue guarantee to ensure economic viability during the initial phase. Furthermore, a cargo bike rental service with hourly rentals was established in Harburg’s city center, with its user structure evaluated by TUHH. An on-demand service by hvv hop was also introduced, while simulations for a MOIA ridepooling service demonstrated that such a service is not feasible in the area. Close cooperation between the Harburg District Office, TUHH, and the Authority for Transport and Mobility Transition enabled structured and accelerated site planning and the gradual expansion of mobility services. The offerings developed within the project will be continued beyond the project duration and have received positive feedback from the population, although mobility behavior has not yet changed significantly. The insights gained are being incorporated into a governance strategy that is intended to serve as a guideline for other districts and municipalities to facilitate the introduction of sustainable mobility services and to transfer the project’s successes.

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