Intelligente Bodenstation für Flugerprobung und Forschung - iBos
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Für das Gesamtverständnis von Flugzeugen ist deren Erprobung in Boden- und Flugversuchen eine elementare Voraussetzung. Flugversuche können eine hohe Komplexität aufweisen, die vom Testpiloten nicht überblickt werden kann, da dieser mit der Aufgabe des Fliegens und der Beobachtung des Flugzeuges und seiner Umgebung ausgelastet ist. Weitere Aufgaben stellen ein Risiko für Pilot, Umwelt und Maschine dar. Zunehmend werden auch kleine Fluggeräte erprobt, die keine weiteren Passagiere (Flugversuchsingenieure) zulassen oder ebenfalls ohne Pilot (RPAS/UAS) betrieben werden. Für komplexe Versuche werden spezialisierte Bodenstationen für die Flugerprobung benötigt, in denen alle Betriebsparameter und Messwerte der umfangreichen Erprobungssensorik während des Flugversuchs analysiert werden können. Ein Beispiel hierfür sind Flugschwingversuche. Zur Übertragung aller Messdaten ist eine sehr komplexe und extrem kostenintensive Telemetrie erforderlich, die üblicherweise ausschließlich bei Großflugzeugprojekten (z.B. Airbus) Einsatz findet. Für den Einsatz in kleinen Forschungsflugzeugen und Kleinflugzeugen ist diese zu kostenintensiv. Die Telemetrieverbindung stellt meist einen Flaschenhals für die Datenübertragung dar. Um dieser Herausforderung zu begegnen, sollen die Daten an Bord des Flugzeugs auf intelligente Weise aufbereitet und reduziert werden und nur an die Bodenstation übertragen werden, wenn diese dort benötigt werden. Daneben muss das System in den Arbeitsablauf und die Flugversuchsdurchführung operationell eingebunden werden, um einen Mehrwert zu generieren. Dies umfasst die Planung, Durchführung und Auswertung der Flugversuche. Ebenfalls muss untersucht werden, wie Änderungen des Flugversuchsablaufs, die aus Erkenntnissen am Boden gewonnen werden, in den Flugversuchsplan übernommen werden können.
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