Technik und Wirtschaft: Integrierte Didaktik (TWIND)
Schlussbericht
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Abstract
In der bisherigen beruflichen Lehrkräftebildung wurde die Integration digitaler Technologien nur marginal umgesetzt. Lernmanagementsysteme wurden primär zur Verwaltung genutzt, weniger zur aktiven Gestaltung von Lernprozessen. Eine kohärente, hochschul- und phasenübergreifende Nutzung digitaler Systeme war in der Lehrkräfteausbildung nicht etabliert. Das Projekt TWIND (Technik und Wirtschaft: Integrierte Didaktik) zielte darauf ab, angehende Lehrkräfte auf die Herausforderungen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft und einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten und den Einsatz digitaler Technologien in der Lehrkräftebildung zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurden fachdidaktisch fundierte, multimediale Lehr-Lernpakete entwickelt und erprobt. Es wurde ein standortübergreifendes integratives Modell entwickelt, das die verschiedenen Phasen der beruflichen Lehrkräftebildung berücksichtigt und Fachdidaktiken, Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften zusammenführt. Die entwickelten Medienpakete wurden erprobt, evaluiert und optimiert. An der TU Darmstadt wurden 52 vollständige Lehrmodule für hybride Lernlandschaften entwickelt, die drei Vorlesungen und zwei Übungen ersetzen. Diese Module enthalten fast 200 Erklärvideos, umfassende digitale Lernunterlagen und Multiple-Choice-Aufgaben. Die Wirksamkeit und Qualität der Lehrmodule wurde durch formative Evaluationen und eine summative Evaluation in Form einer SWOT-Analyse bestätigt. Die hohe Akzeptanz der Studierenden für die neuen Formate, insbesondere für das eigenständige Arbeiten in Flipped-Classroom-Formaten, unterstreicht den Erfolg des Projekts. Das Projekt TWIND hat gezeigt, dass digitale Lehr-Lernformate das Potenzial haben, die Qualität und Flexibilität der Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte zu verbessern. Die entwickelten Materialien und Erkenntnisse können als Grundlage für weitere Innovationen in der Lehrkräftebildung dienen und dazu beitragen, den Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungsbereich gerecht zu werden.
