Sekundäre Blasenbildung bei Kohlegelbglas Aufklärung in einem besonderen Fall

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Date
1964
Volume
37
Issue
Journal
Glastechnische Berichte
Series Titel
Book Title
Publisher
Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft
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Abstract

Zur Beurteilung der Intensität des Nachblasens von Kohlegelbgläsern wurde ein Rührverfahren ausgearbeitet, welches sich gut für eine laufende Qualitätskontrolle eignet. Auffallend ist die Feststellung, daß die untersuchten, ursprünglich gut geläuterten Kohlegelbgläser verschieden stark aufschäumen. Beim Erhitzen im Vakuum spalten die beim Rühren stark aufschäumenden Gläser die höchsten Anteile von SO2 und CO2 ab, während der Wassergehalt bei sämtlichen Proben in ähnlicher Größenordnung liegt. Der in technischen Kohlegelbgläsern vorhandene Wassergehalt scheidet somit als Hauptursache der sekundären Blasenbildung aus. Wie aus zahlreichen Laboratoriums-Schmelzversuchen hervorgeht, stellt die Sulfatbildung in dem Kieselsäure-Schaumpelz und die folgende Sulfat-Sulfid-Reaktion die Hauptursache des Nachblasens von Kohlegelbgläsern dar. Das Hauptproblem - deren Erschmelzen - liegt daher in einer schnellen Auflösung der Sandkörner, so daß es keine Kieselsäurepelzbildung gibt. Neben einigen anderen chemischen und physikalischen Faktoren erweist sich die Verwendung eines feinkörnigen Sandes als besonders vorteilhaft. Diese Untersuchungsergebnisse konnten durch eine industrielle Umstellung bestätigt werden. Es wurde anstelle eines grobkörnigen Sandes ein feineres Material verwendet. Daraufhin hörte an dem bisher sehr stark nachblasenden, technischen Kohlegelbglas die Neigung zur sekundären Blasenbildung schlagartig auf.

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CC BY 3.0 DE