Neue rekuperativ beheizte Glasschmelzwanne mit Abhitzeanlage
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Abstract
Die Entwicklung des sogenannten Heye-Melters hatte ihren Ursprung in den 50er Jahren in den USA als Unit Melter. Geboren wurde dieser Ofentyp in Zeiten relativ niedriger Primärenergiepreise; er wurde mit hochenergetischen Brennstoffen ohne Luftvorwärmung betrieben. Da die Anschaffungskosten im Vergleich zu Öfen mit Siemens-Regenerativprinzip sehr viel niedriger sind, stand Kapital zur Investition in Produktionsmaschinen zur Verfügung. Da zu diesem Zeitpunkt die elektrische Energie in Europa schon verhältnismäßig teuer war, entschloß man sich bei Heye, den Unit Melter mit Abhitzekessel zur Dampferzeugung zu installieren, um Dampfturbinen zu betreiben. Mit Steigerung der Energiepreise wurde das Ofensystem von Heye dahingehend weiterentwickelt, den Primärenergieeinsatz durch die Installation von Rekuperatoren herabzusetzen. Die konsequente Weiterentwicklung des Heye-Melters führte zu dem jetzt mit der Inbetriebnahme des Ofens C in Obernkirchen vorliegenden Ergebnis. Dieser Ofen ist mit einem Rekuperatorsystem ausgerüstet, das die Verbrennungsluft auf 800 und das Verbrennungsgas auf 500 °C vorwärmt. Der installierte Abhitzekessel hat eine maximale Leistung von 9 t/h bei 30 bar und 450 °C. Bei einer Abmessung von 8,4 m Breite, 20 m Länge und einer Glasbadtiefe von 1,4 m hat der Ofen eine Schmelzleistung von etwa 340 t Glas/d. Der spezifische Wärmeverbrauch liegt dabei < 5040 kJ/kg Glas (1200 kcal/kg Glas, > 1,39 kWh/kg Glas), ohne Dampfgutschrift.