Mehrstoffsysteme zum Aufbau optischer Gläser Teil III: Neue optische Gläser auf Flouridbasis
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Abstract
Die Prinzipien der Goldschmidtschen Modellbeziehungen zwischen Silikaten und Fluoriden werden zunächst an Beispielen kristalliner binärer und polynärer Verbindungen gezeigt. Es wird auch auf die Modellbeziehungen binärer Schmelzsysteme hingewiesen und die entsprechende Literatur zitiert. An Hand der Modellbeziehungen werden dann die Analogien zwischen einfachen glasigen Silikaten und Fluoriden behandelt, wobei auch die Grenzen der Modellbeziehungen erörtert werden. Nach einer Gegenüberstellung von Al₂O₃ und AlF₃ in Silikat- und Flouridgläsern folgen die Beschreibungen der einzelnen Arten von polynären Fluoridgläsern, deren Zusammensetzung, Schmelzverhalten sowie optische und physikalische Eigenschaften mitgeteilt und erläutert werden. Auch auf die Toxizität der Berylliumverbindungen wird hingewiesen. Es werden im wesentlich drei verschiedene Gruppen von Fluoridgläsern unterschieden: die reinen Berylliumfluoridgläsern mit ν-Werten zwischen 90 und 105, die phosphathaltigen Fluoridgläser, bei denen das Berylliumfluorid durch kleine Mengen von Phosphaten als Glasbildner ersetzt wird, und die sogenannten Fluorphosphatgläser. Jede dieser Gruppen wird an Hand der Schmelzversuche näher erläutert.