Die organischen Gläser und die Wirkung von Weichmachern auf ihre Einfriertemperatur.
Date
Authors
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Link to publishers version
Abstract
Einleitend wird über das Wesen der Einfriertemperatur (Transformationstemperatur) der glasigen Stoffe gesprochen. Es folgt ein Überblick über die Bestimmungsmethoden dieser Temperatur. Weiter wird ihr Zusammenhang mit der chemischen Konstitution besonders an Polyvinylderivaten besprochen. Anschließend wird auf die Vernetzung eingegangen, die sich außer durch Quellung auch durch eine restliche Doppelbrechung und eine Anisotropie der magnetischen Susceptibilität in gedehnten Folien zu erkennen gibt. — Durch Zusatz von lösenden oder quellenden Flüssigkeiten, sogenannten Weichmachern sinkt die Einfriertemperatur und zwar besonders stark, wenn das Lösungsmolekül in sich sehr beweglich ist. — Vergleich mit den Silikatgläsern: Das eng vernetzte Quarzglas wird durch Alkali-Ionen zu einer weitmaschigen Struktur aufgesprengt, die im Metasilikat in ein lineares, unvernetztes Polymerisat übergeht. Die damit verbundene Abnahme der Einfriertemperatur entspricht dem Verhalten der organischen Gläser. Auch in Bezug auf die chemische Beständigkeit besteht eine Parallele zu den weichgemachten organischen Gläsern.