Strahlungsresistente optische Gläser
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Abstract
Unter strahlenresistente Gläsern versteht man allgemein Spezialgläser, die sich bei Einwirkung hoher Dosen energiereicher ionisierender Photonen- und Korpuskularstrahlung nicht nennenswert verfärben. Als wichtigste Strahlungsarten kommen die Röntgen- und Gammastrahlung sowie A-, β- und Neutronenstrahlung in Frage. Strahlenresistente optische Gläser sind überall da notwendig, wo die durch Farbzentrenbildung eintretende Verfärbung die Anwendung der Gläser für optische Zwecke stark behindert oder unmöglich macht. Ein Beispiel sind Objektive, die in Mikroskopen und Fernsehkameras in irgendeiner Form in heißen Zellen verwendet werden. Die Stabilisierung der Gläser wird im allgemeinen durch Cerzusatz erreicht. Die Durchlässigkeitskurven strahlenresistenter optischer Gläser vor und nach der ⁶⁰Co-Bestrahlung mit 10⁶ bzw. 10⁷ r werden aufgenommen. Auf die unterschiedlichen Intensitäten der Strahlungsverfärbungen in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Grundglases wird hingewiesen. Die Beziehungen zwischen Eigenfarbe und Strahlenverfärbung werden erörtert, ebenso ihre Beeinflussung durch weitere Schmelzzusätze. Die Wirksamkeit der Stabilisierung sowie das Ausbleichverhalten bestrahlter Gläser werden an zwei charakteristischen Beispielen demonstriert.