Workshop zur Untersuchung künftiger astronautischer Raumfahrtinfrastruktur für Post-ISS Szenarien (SSDW2024)
Sachbericht zum Projekt 50WS2410
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Die Internationale Raumstation (ISS) ist derzeit eine einzigartige und wichtige Plattform für die europäische und deutsche Forschung, aber wird jedoch nach vielen Jahren des Betriebs in den kommenden Tagen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen. Jetzt ist es an der Zeit, einen Blick auf die Zeit nach der ISS zu werfen und die Möglichkeiten im niedrigen Erdorbit und darüber hinaus zu untersuchen. Im Jahr 2024 wurde an der Professur für Human Spaceflight Technology (HSP) der Technische Universität München (TUM) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart (Zuwendung 50WS2410) ein Workshop zur innovative Konzeptansätze für die Zukunft der astronautischen Raumfahrt durchgeführt. Das Konzept für den SSDW 2024 strebt eine automatisierte, von einer wachsenden Crew überwachte Nutzung lunarer Ressourcen an, um bis 2070 monatlich 100 Tonnen Treibstoff zu produzieren und den Mond als Ausgangspunkt für Missionen jenseits der Erdumlaufbahn zu etablieren.
Der Space Station Design Workshop (SSDW), der 1996 vom IRS der Universität Stuttgart ins Leben gerufen wurde, hat im Jahr 2024 zum erstes Mal als Kooperationsprojekt zwischen der TUM und der Universität Stuttgart erstmals in München stattgefunden. Der SSDW ist ein internationaler und interdisziplinärer Workshop, der sich an Studierende und Absolvent*innen sowie an junge Berufsanfänger*innen richtet. Etwa 40 Teilnehmer*innen werden in zwei Teams eingeteilt, die innerhalb von sechs Tagen ein erstes Konzept für eine Raumstation entwerfen sollen. Ziel des Workshops ist es, kreative Lösungsansätze von jungen und innovativen Köpfen zu erhalten, aber auch den Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu geben, praxisnah mit professioneller Softwareausstattung zu erlernen, wie ein interdisziplinäres und internationales Projektumfeld funktioniert. Die HSP und das IRS stellen für die gesamte Woche eine intensive Beratung und eine Vielzahl an Hilfsmitteln zur Verfügung: interne/externe Expert*innen für die inkludierten Fachgebiete, eine software-basierte simultane Designinfrastruktur sowie andere proprietäre Software, die zusätzlich für den Workshop freigeschalten wird. Die Erfahrungen aus früheren Ausgaben des Workshops und die daraus abgeleiteten „Lessons Learned“ tragen dazu bei, diesen Beratungsprozess Jahr für Jahr zu verbessern.
