KMU-innovativ - Verbundprojekt: Optische Messung der Glaseigenspannung in 3 Dimensionen (OMeGlas.3); Teilvorhaben: Erforschung eines schnellen, sensitiven Verfahrens zur Oberflächen- und tiefenselektiven Messung der Spannung von Verbundgläsern
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
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Abstract
Glas ist zunehmend zu einem High-Tech-Produkt geworden. In der Automobilindustrie werden z.B. Frontscheiben mit immer komplexeren Funktionen belegt: Sie sind beheizbar, lassen sich verdunkeln und es werden Assistenzsysteme wie Kameras und Sensoren angebracht. Da diese zusätzliche Funktionalität meist mit einer Änderung des Spannungshaushalts des Glases einhergeht, wird es für die Industrie immer wichtiger, die Spannungen in Gläsern präzise bestimmen zu können, um Glasbruch zu vermeiden. Nichtdestruktive Messverfahren haben hierbei den entscheidenden Vorteil, dass sie direkt in der Produktion eingesetzt werden können und auf Grundlage der Messergebnisse direkt Einfluss auf den Herstellungsprozess genommen werden kann, so dass sich der Ausschuss verringert. In diesem Verbundvorhaben wird ein nicht-invasiver optischer Ansatz zur Messung der Eigenspannung von Fahrzeugverglasungen erforscht und entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine polarimetrische Messung, bei der der Einfluss von Spannungen auf den Polarisationszustand des reflektierten oder rückgestreuten Lichtes hochgenau analysiert wird. Das zu entwickelnde Messsystem soll dabei die gesamte Frontscheibe schnell und ortsaufgelöst vermessen. Ein zweiter Ansatz soll tiefenselektiv den Spannungszustand der Gläser mittels optischer Kohärenztomographie bestimmen.
