SpaCeParti: Küstenfischerei, Biodiversität, räumliche Nutzung und Klimawandel: Ein partizipativer Ansatz zur Navigation der westlichen Ostsee in eine nachhaltige Zukunft

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Mittelpunkt stehen die Küstenfischerei der westlichen Ostsee und die Unterstützung einer nachhaltigen Fischerei unter Berücksichtigung der Bedürfnisse verschiedener Stakeholdergruppen wie Tourismus, Behörden, Bildungseinrichtungen, Naturschutzorganisationen und der mittelständischen Wirtschaft. Durch transdisziplinäre Forschungsdesigns wurde Expertise von Stakeholdern mit Forschungs-erkenntnissen kombiniert, um Lösungswege zu entwickeln, zu testen und zu evaluieren.
Es wurden zwei Reallabore aufgebaut: eines in Stein und Wendtorf an der Kieler Förde (Schleswig-Holstein) und ein weiteres in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) in Kooperation mit der Fischereigenossenschaft Wismarbucht eG. Methodisch wurden lokale Fokusgruppen aus Fischerei und Forschung gebildet, um Inhalte für Realexperimente zu entwickeln. Hervorzuheben sind die pädagogischen Herangehensweisen, die eine Begegnung auf Augenhöhe ermöglichten. Als Realexperimente wurde ein Lehrpfad zum Thema Küstenkultur mit verschiedenen Stakeholdern entwickelt und die Idee der Sea Ranger, eine Zusatzqualifikation für Fischer, um den Beruf an aktuelle ökologische und sozio-ökonomische Bedingungen anzupassen, weiterentwickelt.. Außerdem wurden mit Hilfe eines Fragebogens erste Zielkonflikte in der Nutzung der westlichen Ostsee identifiziert und quantifiziert. Es wurde untersucht, wie eine nachhaltige Entwicklung der westlichen Ostsee von verschiedenen Interessengruppen wahrgenommen wird. Um die transdisziplinären Prozesse für eine nachhaltige Zukunft der Ostsee und ihrer Fischereien zu unterstützen, wurde der „FiTT – Fisheries Transformation Tool – A Scenario Calculator to Assist Structural Change“ entwickelt. Dieses Tool ermöglicht es, Veränderungen der ökologischen, wirtschaftlichen und staatlichen Rahmenbedingungen quantitativ zu bewerten. Die Analyse zeigt, dass ökologische Grenzen und wirtschaftliche Grenzen bestimmen, welche potenziellen Änderungen der Governance-Maßnahmen den Weg für eine lebensfähige Fischerei in der Zukunft ebnen könnten. Bei der derzeitigen und höchstwahrscheinlich auch weiterhin niedrigen biologischen Produktivität wird die Schleppnetzfischerei in größerem Maßstab keine wirtschaftliche Nachhaltigkeit erreichen. Verschiedene Aktivitäten im Wissenstransfer wurden durchgeführt, zB die Organisation der sustainMare Mid-Term Konferenz. Außerdem war SpaCeParti maßgeblich an der Arbeit der Leitbildkommission "Zukunft der deutschen Ostseefischerei" beteiligt und konnte Forschungsergebnisse in den politischen Prozess einbringen. Zusammenfassend hat das Projekt SpaCeParti durch den Aufbau von Reallaboren, die Entwicklung von Tools und die internationale Kooperation wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Küstenfischerei in der westlichen Ostsee geleistet. Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Methoden können als Grundlage für zukünftige Projekte und Initiativen dienen.

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