Über die Entstehung und schnelle Beseitigung von Spannungen im Glas bei seiner örtlich begrenzten thermischen Bearbeitung

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Date
1955
Volume
28
Issue
Journal
Glastechnische Berichte
Series Titel
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Publisher
Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft
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Abstract

Bei einer örtlich begrenzten thermischen Bearbeitung von Hohlglas liegt längs der Oberfläche ein Temperaturgefälle vor, das relative Verschiebungen von Glasmolekülen und damit nach der unbeeinflussten Abkühlung Spannungen im Glas zur Folge hat. Während der Verschmelzung von Hartglas können Temperaturgefälle von über 700 °/cm auftreten, die Spannungen von über 2 kp/mm² erzeugen. - Die Entstehung derartiger Spannungen kann im Anschluss an die Bearbeitung durch eine Behandlung verhindert werden, die sich an das bekannte Verfahren der Schnell-Entspannung und -Kühlung anlehnt, die aber örtlich begrenzt ist und infolgedessen ein Temperaturgefälle längs der Oberfläche bestehen lässt. Hierbei ist für Fertigprodukte der Hochvakuumtechnik bei Durchgang durch den kritischen Temperaturbereich ein maximales Temperaturgefälle von 150 °/cm zulässig, durch das eine Spannung von nicht mehr als etwa 0,5 kp/mm² nach der Abkühlung zurückbleibt.

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CC BY 3.0 DE