DZL Klinische Studie: Sehr frühe Diffusions-MRT zum Therapiemonitoring beim Bronchialkarzinom (ERT-BC)
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Abstract
Ziel: Bestimmung der Signalveränderungen bei frühen MRT-Messungen wenige Tage nach Therapiebeginn im Vergleich zur prätherapeutischen Basisuntersuchung sowie die Festlegung geeigneter Messzeitpunkte und Auswertestrategien. Material und Methoden: Bei 153 Patienten wurden diffusionsgewichtete MRT-Untersuchungen des Primärtumors 0-7 Tage vor, bei PBC am Tag 1 (mindestens 24h nach Therapiebeginn), und in beiden Therapiegruppen an den Tagen 7 sowie 14 nach Therapiebeginn durchgeführt. Aus dem Tumorvolumen wurden die folgenden Parameter für jede einzelne MRT-Messung automatisch ermittelt: Kurz- und Längsachse, Volumen, Minimum/Mittelwert/Maximum/Standardabweichung des scheinbaren Diffusionskoeffizienten (ADC), Entropie, Wölbung (kurtosis), Median sowie Uniformität der positiven Pixel, Schiefe (skewness) des ADC-Histogramms. Als Endpunkte wurden die klinischen Daten aus dem Patienteninformationssystem zum Zeitpunkt des Ablebens verwendet. Zum Zeitpunkt der Studienauswertung waren 90 Patienten verstorben. Ergebnisse: Das Volumen von EFGR-mutierten Tumoren reduzierte sich signifikant unter TKI-Therapie, wohingegen in der PBC-Gruppe nur ein minimale Volumenreduktion festzustellen war (Tag +7: -31/-7%, day +14: -40/-14%). Unter Therapie nehmen die medianen ADC-Werte an Tag 7 und 14 zumeist zu, wohingegen Schiefe und Kurtosis in allen Parametern abnahm (Signifikanz wurde für TKI-Therapie erreicht). Fazit: Die native MRT des pulmonalen Adenokarzinoms liefert bei 1,5T bereits eine Woche nach Therapiebeginn extrahierbare Daten zum Tumorverlauf und zeigt nach TKI-Therapie eine signifikante Abnahme von Volumen, Schiefe und Wölbung sowie eine signifikante ADC-Zunahme. Sie eignet sich daher bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zur Therapiesteuerung im klinischen Regelbetrieb z.B. bei Dosisfindung oder schwerwiegenden Komplikationen. Dazu müssen allerdings direkt vor Therapiebeginn eine vergleichbare Basisaufnahme angefertigt werden und die MR-Technik konstant gehalten werden.
