RUMBA - Realisierung einer positiven User Experience mittels Benutzerfreundlicher Ausgestaltung des Innenraums für automatisierte Fahrfunktionen; "Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien" des BMWK; Verbundprojekt "Realisierung einer positiven User Experience mittels Benutzerfreundlicher Ausgestaltung des Innenraums für automatisierte Fahrfunktionen - RUMBA"; Teilvorhaben: Nutzerbedürfnisse Pkw-Fahrer, nutzerzentrierte Entwicklung und Evaluation von Prototypen
Date
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Link to publishers version
Abstract
Das Forschungsprojekt RUMBA beschäftigt sich mit der vollautomatisierten Fahrt in SAE Level 4. Diese Nutzungssituation führt einerseits zu veränderten Nutzungsbedürfnissen zur Ausübung fahrfremder Tätigkeiten während der Fahrt. Dies ist verbunden mit veränderten Anforderungen an die Innenraum-gestaltung (Sitzpositionen, Ablagen etc.), an die Gestaltung von Anzeigen und Bedienelementen (Fahrzeugsteuerung, Displays etc.) sowie an das Fahrverhalten des Fahrzeugs (Vermeidung von Motion Sickness etc.). Andererseits entstehen bei vollautomatisierter Fahrt - weil eine unmittelbare Möglichkeit zur Übernahme der Fahrzeugführung nicht mehr erforderlich ist - neue Gestaltungsfreiheiten und Möglichkeiten im Fahrzeuginnenraum, diesen Bedürfnissen entgegenzukommen. Mit diesem Wandel der Nutzungsbedürfnisse und Gestaltungsmöglichkeiten in SAE Level 4 befasst sich das Projekt RUMBA in einem interdisziplinären, nutzerzentrierten Forschungsansatz. Die Hochschule der Medien fokussiert in RUMBA die nutzerzentrierte Erforschung, Gestaltung und Evaluation von Innenraumkonzepten sowie von Anzeigen und Bedienelementen. Ausgangspunkt der iterativen Entwicklung der Prototypen bildet die empirische Erforschung der Anforderungen und Bedürfnisse von Pkw-Fahrern beim vollautomatisierten Fahren. Darauf aufbauend erfolgen entwicklungsbegleitende Nutzerevaluationen in allen Prototypenphasen: von Konzeptdiskussionen der Low-Fidelity-Prototypen, über Simulatortests und Feldevaluationen der Mid-Fidelity-Prototypen, hin zur Expertenevaluation des High-Fidelity-Prototyps. Ein weiterer Fokus der HdM liegt in der Entwicklung und Evaluation von Methoden zur Erfassung von User Experience, Verkehrssicherheit und Systemvertrauen. Eine Kernerkenntnis des Projekts liegt in der Bedeutsamkeit der bedürfnisgerechten Ausgestaltung des Fahrzeuginnenraums sowie von Anzeigen und Bedienelementen insbesondere für das emotionale Nutzererlebnis und in Folge für die Akzeptanz des vollautomatisierten Fahrens. In den nutzerzentriert ausgestalteten Prototypen zeigt sich eine Entwicklung weg von der klassischen Fahrgastzelle hin zu einem Wohn- und Aufenthaltsraum mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. So sollen Fahrzeuginsassen darin unterstützt werden, sich während einer automatisierten Fahrt gemeinsam mit anderen Fahrzeuginsassen befassen oder auch individuellen Tätigkeiten nachgehen zu können. Der finale Prototyp beinhaltet neben Medienangeboten eine Sitzrunde mit zentralem, flexibel auf- und ausklappbarem Tisch. In den Tisch integriert sind Ausgabemedien und Bedieneinheiten, die individuelle wie gemeinschaftliche Beschäftigung gleichermaßen fördern. In den mehrstufigen Evaluationsschritten werden die nutzerzentriert entwickelten Prototypen - insb. im Vergleich zu klassischen Fahrzeuginnenräumen - hinsichtlich User Experience, Systemvertrauen, Sicherheitsgefühl und Akzeptanz positiv bewertet. Weiterentwicklungsmöglichkeiten werden z. B. in innovativen Ablagekonzepten für mitgebrachte Arbeits- und Beschäftigungsutensilien gesehen. Datei-Upload durch TIB
