EJP SOIL Call1: SOIL-HEAL - Symbiotische Lösungen für gesunde Agrarlandschaften - TP A (FUB)
Schlussbericht der Freien Universität Berlin
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Abstract
Die meisten Pflanzen haben sich gemeinsam mit Bodenpilzen zu Wurzel-Pilz-Symbioseformen („Mykorrhiza“) entwickelt (Parniske, 2008), die für die Regulierung zahlreicher Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen in natürlichen und landwirtschaftlichen Umgebungen von entscheidender Bedeutung sind (Gianinazzi et al., 2010). Ein wichtiges Merkmal von Mykorrhizapilzen ist ihre Fähigkeit, „Netzwerke“ zu bilden, wobei ein Pilz zwei oder mehr Pflanzen verbinden kann, und sich so ein „Interaktionsnetzwerk” ausbildet. Trotz der potenziell enormen Bedeutung von Mykorrhiza-Symbiosen in der Landwirtschaft ist unser Verständnis der Allgegenwart und Funktion von Mykorrhiza-Pilznetzwerken und ihres Beitrags zur Widerstandsfähigkeit von Agrarökosystemen bemerkenswert gering.
Ziel des Projektes war, zu klären ob Pilznetzwerke eine positive Rolle für Agrarökosysteme spielen, indem Netzwerkeigenschaften, die Produktion und Umsetzung dieser Netzwerke sowie ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaextremen, insbesondere Dürre, näher untersucht wurde.
Unsere Forschung und die gewonnenen Ergebnisse ermöglichen einen mechanistischen Einblick in die Auswirkungen von Umweltstressoren auf die Ausbildung und Funktionalität von Pflanze-AM-Pilz-Netzwerken auf die Netzwerkkomponenten und Böden im landwirtschaftlichen Kontext. Dies wurde durch kontrollierte Gewächshausexperimente erreicht. Das Projekt liefert Informationen, zur ökologischen Relevanz und Nutzbarkeit von Pflanze-AM-Pilz-Netzwerken, die mit wichtigen Daten untermauert werden.
