Abschlussbericht zum Projekt Forestfisher - Prioritätsbereiche für den Schutz und die Wiederherstellung der Interaktionen zwischen Amazonaswäldern und fruchtfressenden Fischen sowie der damit verbundenen Fischereien

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Amazonasbecken ist das größte und artenreichste Einzugsgebiet der Erde. Die Abholzung der tropischen Regenwälder des Amazonasgebiets zugunsten von Acker- und Weideland hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen, ebenso wie die Veränderungen der Klimaparameter, die zu einer Häufung extremer hydrologischer Ereignisse und Dürren geführt haben. Diese Veränderungen, verbunden mit der physischen Fragmentierung der Flüsse, beeinträchtigen die Verbreitungsmuster, den Nachwuchs und die Produktivität von Süßwasserfischarten und schränken damit die Lebensgrundlagen der Fischergemeinden ein. Unter den Fischen des Amazonas spielen diejenigen mit fruchtfressenden Gewohnheiten eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Waldvielfalt als Samenverbreiter und sind eine wichtige Nahrungs- und Einkommensquelle für die traditionelle lokale Bevölkerung. Die zunehmende Abholzung, insbesondere in Ufergebieten, bedroht diese grundlegende Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Tieren, die für die Erhaltung der biologischen und funktionalen Vielfalt von Pflanzengemeinschaften und Ökosystemen in Flüssen der Tiefebene von Bedeutung ist. Da traditionelle Flussgemeinden zahlreiche fruchtfressende Fischarten fangen und die kommerzielle Fischerei unterstützen, sind erhebliche sozioökonomische Auswirkungen zu erwarten. ForestFisher zielt darauf ab, die Wechselwirkungen zwischen Wald und Fisch im Rahmen der Planung neuer Schutzgebiete, der Verwaltung bestehender Naturschutznetzwerke und der Konzeption von Wiederherstellungsprogrammen im Amazonasbecken zu integrieren.

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