Arbeitsweise und Einsatz der M-16-Maschine für die Herstellung dünnwandiger Gläser
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Es wird über Arbeitsweise, Aufbau und Produktion der M-16-Maschine berichtet. Die freie Formung des Külbels für dünnwandige, nahtlose Gläser — ähnlich wie beim Mundblas- oder automatischen Saugverfahren — wird seit einigen Jahren mit Erfolg auch bei Speisermaschinen angewandt. Bei der M-16-Maschine handelt es sich um eine kontinuierlich drehende Karussellmaschine mit 16 Stationen, deren Arbeitsweise z. T. der der Ribbon- bzw. Philips-Speisermaschine entspricht. Sie wurde zunächst für die Herstellung von Lampenkolben entwickelt und eingesetzt. Nach einer fortlaufenden Weiterentwicklung wird heute auf der M-16-Maschine ein breites Programm an Hohlglasartikeln aus unterschiedlichen Glasarten für den allgemeinen und technischen Bedarf gefertigt. Der Maschinenaufbau gewährleistet neben zahlreichen Verstellmöglichkeiten eine ausreichende Betriebssicherheit und einen geringen Unterhaltungsaufwand. Die von anderen Speisermaschinen abweichende Arbeitsweise ermöglicht z. B., daß beim Verpressen des gelegten Tropfens die Enden mit den Scherenschnitten in den Rand des Preßlings (runde Scheibe) gedrückt werden, so daß sie später in der Kappe verbleiben und nicht in den Gegenstand gelangen. Damit wird unter anderem eine optimale optische Qualität erzielt. Wanddicke und Glasverteilung können ausreichend gesteuert werden, so daß z. B. sehr dünne oder sehr dicke Böden hergestellt werden können. Die Produktionsleistung je Station ist unter anderem durch die freie Formung des Külbels gegenüber dem üblichen Preß-Blasverfahren mit zwangsmäßiger Verformung, insbesondere bei höherem Glasgewicht, wesentlich geringer. Ein weiterer Nachteil ist, daß das zu verarbeitende Tropfengewicht im allgemeinen um etwa 100 % höher als das Artikelgewicht (netto) liegen muß.