Ortsaufgelöste Strahlungskamera mit Radionuklididentifikation - OSKAR; Teilprojekt A
Sachbericht zum Verwendungsnachweis : Verbundprojekt in der Fördermaßnahme: BMBF-Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung in der nuklearen Sicherheitsforschung und der Strahlenforschung (Bekanntmachung vom 29.07.2021)
Date
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Das Verbundprojekt „OSKAR“ (Ortsaufgelöste Strahlungskamera mit Radionuklididentifikation) widmete sich der Entwicklung einer innovativen Generation von Strahlungskameras. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen nutzen die OSKAR-Prototypen moderne Halbleiter-Pixeldetektoren (Timepix-Technologie) in Kombination mit dicken Sensormaterialien, um radioaktive Quellen durch die physikalische Analyse des Compton-Effekts zu lokalisieren und die jeweiligen Isotope zu identifizieren.
Trotz erheblicher, global bedingter Lieferengpässe bei Hardware-Bauteilen und fertigungstechnischer Herausforderungen bei dicken CdTe-Sensoren konnte der Forschungsverbund, koordiniert durch das Teilprojekt A der Universität Freiburg, mehrere voll funktionsfähige, mobile Prototypen entwickeln. Einer der Prototypen wurde erfolgreich für den operativen Einsatz auf Drohnen adaptiert. Zudem gelang der wissenschaftliche Proof-of-Concept: Das System kann reale Strahlenquellen in Form eines Overlays optisch überlagern und selbst komplexe Szenarien mit mehreren unterschiedlichen Isotopen (z. B. 137Cs und 60Co) räumlich auflösen und visuell trennen.
Gleichzeitig offenbarte die detaillierte Auswertung, dass die genutzte Hardware-Generation (Timepix-3) in Kombination mit den bisher notwendigen strikten Compton-Filteralgorithmen zu unerwartet hohen Effizienzverlusten führt. Die daraus resultierenden verlängerten Messzeiten konnten im Rahmen dieses Vorhabens noch nicht vollständig behoben werden. Die messtechnische Identifikation und Analyse dieses physikalisch-algorithmischen "Flaschenhalses" stellt jedoch ein wichtiges wissenschaftliches Resultat dar.
