Stärkung städtischer Resilienz am Beispiel von Pandemien: Reflexionsraum für kommunales Krisenmanagement (PanReflex)
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Abstract
Übergeordnetes Ziel des Vorhabens PanReflex war die systematische Analyse des kommunalen Krisenmanagements in der Corona-Pandemie, um daraus grundlegende Schlussfolgerungen zur Steigerung der kommunalen Resilienz abzuleiten. Die Pandemie steht beispielhaft für eine „entgrenzte Krise“ („trans-boundary crisis“, Ansell et al., 2010; Boin, 2019), also eine Krise, die sich zeitlich, räumlich und inhaltlich kaum eingrenzen lässt. So erfasste die COVID-19-Pandemie in ihrem Ausmaß, ihrer Intensität und ihrer Dauer nahezu alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Sie stellte in dieser Kombination eine Herausforderung dar, mit der weder die deutschen Kommunen noch die übergeordneten staatlichen Ebenen in der Geschichte der Bundesrepublik bisher konfrontiert worden waren. Die Pandemie forderte sowohl die Gesellschaft allgemein als auch die politischen Entscheidungsträger:innen in vielerlei Hinsicht und wurde im öffentlichen und politischen Diskurs auch schnell als „Corona(virus)-Krise" bezeichnet (vgl. z. B. Deutscher Bundestag, 2022). Eine grundlegende Annahme und Motivation für die Beantragung des Vorhabens war, dass eine systematische Nachbetrachtung und Auswertung des kommunalen Krisenmanagements der Pandemie in Kommunen nicht bzw. nur sehr oberflächlich stattfindet und ein Forschungsvorhaben neben dem methodischen Rahmen auch ein Anlass für Kommunen sein kann, sich angemessen Zeit für die Krisennachbereitung zu nehmen. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen vor diesem Hintergrund nicht nur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn generieren, sondern auch von praktischem Nutzen für das kommunale Krisenmanagement sein.
