Verbundprojekt: Führungsausbildung für Einsatzkräfte mittels intelligenter virtueller Realitäten (feir); Teilprojekt: Erfahrungsorientierter Wissenstransfer und Evaluation von Lernprozessen zur Optimierung der Führungsausbildung für realitätsnahe Übungen
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Die Sicherheit und Gefahrenabwehr ist von entscheidender Bedeutung für das Wohlbefinden und Sicherheitsgefühl für Einwohner:innen und die Erhaltung des öffentlichen Lebens. Behörden mit Sicherheitsaufgaben (BOS), worunter auch die Feuerwehren fallen, nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Feuerwehren übernehmen nicht nur den Brandschutz, sondern unterstützen auch in Katastrophen- und Notfallsituationen. Sie bilden eine der wichtigsten Säulen im deutschen Bevölkerungsschutz, die mit etwa 1,3 Millionen Einsatzkräften die größte Gefahrenabwehreinheit im Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr darstellt. Um die Einsatzfähigkeit der Einsatz- und Führungskräfte in BOS aufrechtzuerhalten, ist ein kontinuierliches Erarbeiten und Beüben der benötigten Fähigkeiten erforderlich. Durch den technischen Fortschritt im Feld von Augmented und Virtual Reality sind neue Trainingsansätze in diesem Bereich vielversprechend. Zu Projektbeginn existierten vereinzelt bereits ähnliche Anwendungen, beispielsweise kann in Anlehnung an den Führungsvorgang nach FwDV 100 virtuell eine Einsatzstelle erkundet (Projekt FwESI) werden. Durch die Nutzung von anderen Plattformen wie z.B. Firefighter VR (Konsortialpartner Northdocks GmbH) können Grundlagentrainings, Spezialfälle und andere Situationen des Feuerwehralltags in der virtuellen Umgebung unter Nutzung einer VR-Brille absolviert werden (Firefighter VR 2021). Hilfsmittel im Bereich Hard- und Software können auch vor Ort durch bestimmte Innovationsräume (z. B. KeepCalm Bus) unterstützt werden (vgl. KeepCalm 2021).
Jedoch lag der bisherige Forschungsfokus auf einer möglichst realitätsnahen Abbildung verschiedener Lagen und Szenarien. Der Lernerfolg der Einsatzkräfte bzw. inwiefern dieser Lernerfolg durch solche technologischen Umgebungen optimiert wird, war bislang kein zentraler Untersuchungsgegenstand.
Mit feir verfolgte das Teilvorhaben das Ziel diese Lücke zu schließen und den erfahrungsorientierten Wissenstransfer der Einsatzkräfte zu begleiten, um die Führungsausbildung von BOS zu verbessern. Aus wissenschaftlicher Sicht strebte das Projekt eine Aufbereitung und aufbauend eine Verbesserung vorhandener Lernkonzepte an.
