Kommunikation, Nachwuchsgewinnung und Teilhabe der Allgemeinheit an Erkenntnissen auf dem Gebiet der kleinsten Teilchen (KONTAKT2)

Schlussbericht : Verbund: 05H2021 - Öffentlichkeitsarbeit

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Projekt KONTAKT2 wurde im Berichtszeitraum äußerst erfolgreich umgesetzt. Dabei konnte es auf die im Netzwerk Teilchenwelt etablierten Programme, Strukturen und Kommunikationswege auf-bauen. Die angestrebten Projektziele wurden in 7 Arbeitspaketen gemeinsam mit den 34 im Netzwerk Teilchenwelt zusammengeschlossenen Standorten erreicht – vier davon traten im Berichtszeitraum dem Netzwerk bei. In den drei abgegrenzten Unterprojekten der beiden Arbeitspakete für Jugendliche bzw. die breite Öffentlichkeit (Workshops und Projektwochen am CERN, Astroteilchen-Angebote bei DESY in Zeuthen, Urknall unterwegs bei Weltmaschine/DESY in Hamburg) sowie an den Knoten-punkten (Bonn, Mainz, Münster) lieferten zusätzliche Ressourcen und Angebote wichtige und sicht-bare Beiträge. Einschränkungen durch die COVID-Pandemie wirkten sich lediglich zu Beginn des Förderzeitraums geringfügig aus. Vor allem Gruppenaktivitäten wie Masterclasses oder CERN-Workshops waren durch Reise- und Kontaktbeschränkungen beeinträchtigt. Durch geeignete online-Angebote konnte dies größtenteils kompensiert werden.

Im Berichtszeitraum wurde das mobile Ausstellungsmodul Urknall unterwegs bundesweit an insgesamt 35 Standorten präsentiert. Dadurch war die Physik der kleinsten Teilchen an zahlreichen öffentlich zugänglichen Orten insbesondere auch für Laufpublikum sichtbar vertreten. Die mit spielerischen Elementen für alle Altersgruppen ausgestattete Ausstellung vermittelt Einblicke in Erkenntnisse aktueller physikalischer Spitzenforschung über die Entstehung des Universums und verdeutlicht den Nutzen des technologischen Transfers für die Gesellschaft. Ergänzend hierzu trug die im November 2023 zum zweiten Mal bundesweit durchgeführte Woche der Teilchenwelt mit insgesamt 35 Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit maßgeblich zur Erreichung dieser Zielsetzung bei. Für Jugendliche wurden im Basisprogramm 331 Veranstaltungen angeboten, vor allem die bewährten Masterclasses zur Teilchenphysik, Astroteilchenphysik und Kernphysik. Im Qualifizierungsprogramm wurden Projekte mit Detektoren zur Messung kosmischer Teilchen sowie Praktika durchgeführt und mehrtägige Camps in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern angeboten. Besonders interessierte Jugendliche konnten an CERN-Workshops teilnehmen. Bei den CERN-Projektwochen und betreut an den Standorten wurden im Berichtszeitraum 40 Schülerforschungsarbeiten abgeschlossen, davon stammen 43% von Schülerinnen. 17 Arbeiten erhielten in diesem Zeitraum eine Auszeichnung (Jugend forscht o.ä.), hier betrug die Mädchenquote 50%. Das Fellow-Programm für junge Studierende wurde fortlaufend ausgebaut. 2023 und 2024 fanden in Zusammenarbeit mit der Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“ Fellow-/Bachelor-Schulen am DESY in Hamburg statt, bei denen sich vielversprechender Nachwuchs für die Forschungsgruppen weiterbildete und jüngere Teilchenwelt-Fellows auf Augenhöhe mit fortgeschrittenen Bachelorand:innen teilnahmen. Eine Serie von online-Veranstaltungen „Ask the expert“ bot den Fellows Vor-träge über aktuelle Spitzenforschung inklusive Diskussionsmöglichkeiten. Jährliche Fellow-Treffen boten weitere Möglichkeiten zur fachlichen Fortbildung und Vernetzung.

Promovierende und Master-Studierende, die sich als Vermittler:innen in das Vorhaben einbrachten, konnten Angebote zur Fortbildung in Wissenschaftskommunikation wahrnehmen. Sie sind wichtige Rollenvorbilder für die Jugendlichen, und ein beträchtlicher Teil von ihnen hat bereits selber als Schüler:in an einer Masterclass teilgenommen.

Der Verbund mit den Knotenpunkten hat sich bewährt; diese bringen wichtige thematische Erweite-rungen und weitere Impulse in das Vorhaben ein. Außerdem besteht eine etablierte Zusammenarbeit mit den ErUM-FSP-Büros von LHC und Belle II sowie dem Joint Outreach Office bei GSI/FAIR.

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