Verbundprojekt: CO2Syn - Stoffliche CO2-Nutzung aus Zementwerkprozessgasen mit gekoppelten elektrochemischen und thermisch-katalysierten Prozessen; gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Fördermaßnahme "Anwendungsorientierte nichtnukleare FuE im 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung", Förderbereich "Technologien für die CO2-Kreislaufwirtschaft"

Abschlussbericht nach Nr. 8.2 NKBF 98

dc.contributor.authorLohmann, Heiko
dc.contributor.authorjunge Puring, Kai
dc.contributor.authorPaschke, Lars
dc.contributor.authorSchulwitz, Jonas
dc.contributor.authorDreis, Maximiliane
dc.contributor.authorBlaudszun, Dennis
dc.contributor.authorApfel, Ulf-Peter
dc.contributor.authorKleinhaus, Julian Tobias
dc.contributor.authorSanden, Sebastian Adrian
dc.contributor.authorNienaber, Marius
dc.contributor.authorSchmidt, Anne
dc.date.accessioned2026-05-04T09:17:43Z
dc.date.available2026-05-04T09:17:43Z
dc.date.issued2026-04-30
dc.description.abstractDas Projekt entwickelte einen neuen Prozessweg zur direkten Nutzung CO₂-haltiger Zementabgase ohne aufwendige Gasreinigung (Power-to-Chemicals-Konzept). CO₂ und H₂O werden elektrochemisch in Synthesegas (CO/H₂) und anschließend thermokatalytisch in Olefine und höhere Alkohole umgewandelt; Energie- und Wärmebedarf sollen durch erneuerbare Energien und Abwärme des Zementwerks gedeckt werden. Der Schwerpunkt lag auf vergiftungsresistenten sulfidbasierten Katalysatoren. RUB und LWB synthetisierten und skalierten zahlreiche Materialien; mechanochemische, Hochtemperatur- und Fällungssynthesen sind prinzipiell geeignet, die Nachbehandlung (Abtrennung, Waschen, Trocknen) erwies sich jedoch als zentrale technische Herausforderung. In der Elektrokatalyse wurden über 30 Materialien untersucht. Ag- und Ag₂S-basierte Katalysatoren erreichten Faraday-Effizienzen > 85 % bei Zellspannungen < 2,8 V (300 mA cm⁻²). Ag₂S zeigte etwas höhere Toleranz gegenüber NO₂ und niedrigen SO₂-Gehalten; höhere SO₂-Konzentrationen führten in beiden Systemen zu schneller Degradation. Für die thermokatalytische Synthesegasumwandlung wurden MoS₂-basierte Katalysatoren mittels zweistufiger In-situ-Sulfidierung aktiviert und ein bevorzugtes Prozessfenster definiert. Zwei Proben zeigten stabile bzw. steigende CO-Umsätze, bedürfen aber weiterer Optimierung bei Umsatz und Selektivität. Sauerstoff wurde als kritische Störspezies identifiziert. Die Kopplung von Elektro- und Thermokatalyse wurde im technischen Maßstab mit einer 300-cm²-Elektrolysezelle demonstriert; der gekoppelte Prozess ist grundsätzlich technisch machbar (TRL 4). Wirtschaftlich ist ein Betrieb mit dem derzeitigen Produktspektrum nicht tragfähig. Kurz- bis mittelfristig ist reine CO₂-Abscheidung zur Emissionsminderung vorteilhafter; eine spätere CCU-Nutzung bleibt mit verbesserten Katalysatoren und angepasstem regulatorischem Rahmen möglich.ger
dc.description.versionpublishedVersion
dc.identifier.urihttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/35647
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.34657/34715
dc.language.isoger
dc.publisherHannover : Technische Informationsbibliothek
dc.relation.affiliationFraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik
dc.relation.affiliationRuhr Universität Bochum, Arbeitsgruppe Technische Elektrochemie - Aktivierung kleiner Moleküle
dc.relation.affiliationPhoenix Zementwerke Krogbeumker GmbH & Co. KG
dc.relation.affiliationLeuchtstoffwerk Breitungen GmbH
dc.rights.licenseCreative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany
dc.subject.ddc500 | Naturwissenschaften
dc.titleVerbundprojekt: CO2Syn - Stoffliche CO2-Nutzung aus Zementwerkprozessgasen mit gekoppelten elektrochemischen und thermisch-katalysierten Prozessen; gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Fördermaßnahme "Anwendungsorientierte nichtnukleare FuE im 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung", Förderbereich "Technologien für die CO2-Kreislaufwirtschaft"ger
dc.title.subtitleAbschlussbericht nach Nr. 8.2 NKBF 98
dc.typeReport
dcterms.event.date01.02.2022-31.07.2025
dcterms.extent84 Seiten
dtf.funding.funderBMWE
dtf.funding.program03EE5104A
dtf.funding.program03EE5104B
dtf.funding.program03EE5104C
dtf.funding.program03EE5104D
dtf.funding.verbundnummer01238807
tib.accessRightsopenAccess

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