Erdgas in der Glasindustrie
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Abstract
In den letzten Jahren ist Erdgas, bedingt durch große Funde im norddeutschen Raum, auch für die industrielle Anwendung interessant geworden. Im Vergleich zum amerikanischen Verbrauch ist die Anwendung von Erdgas in Europa durchaus noch steigerungsfähig. Die speziellen Kennziffern des in der Oldenburgischen Glashütte verwendeten Erdgases werden in Vergleich gesetzt zu Erdgasen aus anderen Quellen und dem in Deutschland üblichen Stadt- und Ferngas. Aus diesem Vergleich ergeben sich einige Folgerungen für die Flammengeschwindigkeit, das Stabilitätsverhalten usw. Dies wird an Hand eines vereinfachten Mechanismus der Verbrennung erklärt. Anschließend wird auf die Anwendung des Erdgases und die über einen längeren Zeitraum bei der Beheizung von Kühlöfen und Speiservorherden gesammelten Erfahrungen eingegangen. Die Vor- und Nachteile der beiden zur Debatte stehenden Gasarten werden hierbei besprochen. Als weiterer Punkt wird die Beheizung einer mittelgroßen Glasschmelzwanne, die versuchsweise mit Erdgas beheizt wurde, diskutiert. Die Ergebnisse, soweit sie sich schon während der kurzen Versuchszeit abzeichneten, werden mitgeteilt. Zum Abschluß wird eine Brennerleiste zur Beheizung eines Drahtgeflechtbandes geschildert, bei der auf Grund der geringeren Flammengeschwindigkeit des Erdgases einige Schwierigkeiten auftraten. Allgemein kann gesagt werden, daß die Umstellung einer Glashütte auf Erdgas zwar einige Anfangsschwierigkeiten mit sich bringt, jedoch durchaus vertretbar ist, wenn das Gas preiswert bezogen werden kann.