Beitrag zur quantitativen Bestimmung des Wassergehaltes in Glas mit Hilfe der infraroten OH-Banden
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Abstract
Um die Gültigkeit des Lambert-Beerschen Gesetzes bei der infrarotspektroskopischen Bestimmung der im Glas gebundenen Wassermengen im Konzentrationsbereich 0 bis 0,11 Mol H2O/l Glas festzustellen, wurde eine halbmikroanalytische Methode zur gravimetrischen Bestimmung der aus der Glasschmelze ausgetretenen Wassermenge ausgearbeitet und die mit dieser Methode gemessenen Verminderungen der Wasserkonzentration im Glas mit der Differenz der Extinktionen der entsprechenden OH-Bande vor und nach dem Trockenspülen verglichen. Es ergab sich, daß der praktische Extinktionskoeffizient ε für die Bande bei 3600 cm^-1 den Wert 39,0 l/Mol ∙ cm hat; bei der Bande 2800 cm^-1 ist mit dem Koeffizienten ε = 56,0 l/Mol ∙ cm zu rechnen. Es liegt keine Abweichung vom Lambert-Beerschen Gesetz vor; dieses Gesetz kann zur Bestimmung des Wassergehaltes von Glas mit Hilfe von infrarotspektroskopischen Absorptionsmessungen im Bereich der Konzentrationen 0 bis 0,11 Mol H2O/l Glas angewendet werden.