EMMI - Empathische Mensch-Maschine-Interaktion zur Erhöhung der Akzeptanz des Automatisierten Fahrens

Abschlussbericht

Loading...
Thumbnail Image

Date

Editor

Advisor

Volume

Issue

Journal

Series Titel

Book Title

Publisher

Hannover : Technische Informationsbibliothek

Supplementary Material

Other Versions

Link to publishers' Version

Abstract

Aktuell sind signifikante Innovationen im Bereich des automatisierten Fahrens zu verzeichnen. So konnte Mercedes-Benz erstmals ein automatisiertes System nach dem SAE-Level 3 serienmäßig zulassen. Innerhalb der ODD ist somit erstmals nicht mehr der Mensch als überwachende Instanz gefragt, sondern die Gesamtverantwortung liegt bei dem System. Trotz dieses Paradigmenwechsels sind die Vorbehalte gegenüber automatisierten Systemen der Fahrzeugführung nach wie vor hoch. Ein ausreichendes und korrektes Vertrauen in die Systeme ist oft nicht vorhanden. Aus diesem Grund war es das ziel des Forschungsprojektes EMMI, die Nutzer automatisierter Systeme in ihrem Vertrauen in die Systeme zu bestärken und zu stützen. Aufbauend auf einer Erfassung des Nutzerzustands und etwaiger Schwankungen im Vertrauensniveau der Nutzenden hat das Institut für Kraftfahrzeuge sich innerhalb des Projektes schwerpunktmäßig mit der Konzeptentwicklung und Evaluierung der Konzeptansätze befasst. Zeil der Konzeptansätze war es, das Vertrauen der Nutzer zu stabilisieren und positiv zu beeinflussen. Die Ansätze basierten dabei auf der gezielten Informationsübermittlung an die Nutzenden, um ein möglichst hohes Maß an Transparenz und damit Verständnis für das automatisierte System zu erzeugen. Ein anderer Ansatz ermöglichte die Beeinflussung gezielter Parameter der automatisierten Fahrt an individuelle Bedürfnisse, um den Nutzenden so einerseits ein Gefühl der Kontrolle zurückzugeben und andererseits auf subjektiver Ebene die Fahrt angenehmer und eher der persönlichen Präferenzen entsprechend zu gestalten. Methodisch sind die Konzepte anhand des menschzentrierten Entwicklungsansatzes entwickelt worden, und wurden in einem iterativen Prozess mithilfe potenzieller Nutzer weiterentwickelt. Den abschließenden Ergebnissen des Projekts kann entnommen, werden, dass die Konzepte einen Einfluss auf das Nutzervertrauen haben. Die Einflüsse sind nicht signifikant, jedoch war bereits das Grundvertrauen der Nutzenden sehr hoch. Gründe hierfür können in der Simulation begründet sein, da ein fehlerfreies automatisiertes System abgebildet wurde. Auf der Eben des Nutzererlebens konnten die Systeme auch zu einer positiven Beeinflussung der Bewertung beitragen. Abschließend lässt sich so schlussfolgern, dass die entwickelten Systeme in der Lage sind, das Nutzererleben und das Vertrauen der Nutzenden in das automatisierte System zu beeinflussen. Ein hohes Maß an Grundvertrauen lässt darauf schließen, dass die Einstellung in der Bevölkerung gegenüber automatisierten Systemen einem positiven Wandel unterliegt. Interessant bleibt jedoch die Frage, was im Falle eines Fehlerfalles passiert, da erfahrungsgemäß verlorenes vertrauen nur schwer zurückgewonnen werden kann. Eine Übertragung der entwickelten Systeme auf Anwendungsfälle nicht ideal funktionierender Automatisierung wäre somit ein Feld zukünftiger Forschung.

Description

Keywords GND

Conference

Publication Type

Report

Version

publishedVersion

License

Creative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany