Portalschreitwerk als Fortbewegungsprinzip auf befahrungssensiblen Böden und zerklüfteten Untergünden; Akkronym: Portalschreitwerk

Loading...
Thumbnail Image

Volume

Issue

Journal

Series Titel

Book Title

Publisher

Hannover : Technische Informationsbibliothek

Link to publishers version

Abstract

Ziel des Projektes war der Nachweis eines Bewegungsprinzips, bei dem ein Oberwagen auf einer Brücke fährt, die auf zwei Dreibeinen steht, von denen eines bei Erreichen des Brückenendes hochgehoben, geschwenkt und neu ausgelegt wird. Zum Nachweis wurde ein vorhandener Prototyp ertüchtigt. Nicht vorhersehbare Altschäden und Mängel an dem Prototyp machten erhebliche Umbaumaßnahmen erforderlich. Die hierfür notwendigen Neukonstruktionen nahmen etwa die Hälfte der ursprünglichen Projektlaufzeit in Anspruch. Hierdurch konnte der Umbau erst wesentlich später als geplant beginnen, außerdem nahm er folgerichtig mehr Zeit in Anspruch. Diese Verzögerung konnte im Projekt kostenneutral nur dadurch aufgefangen werden, dass auf einen großen Teil der abschließenden Tests verzichtet wurde. Aufgrund unvorhergesehener Marktengpässe wurde kein gebrauchter Oberwagen gefunden. Stattdessen musste ein eigener Oberwagen konstruiert und gebaut werden. Dieser erfüllte zwar nicht alle Anforderungen an einen Holzvollernter, erwies sich im Sinne des Projektes aber als uneingeschränkt geeignet, die Funktionsfähigkeit des Bewegungsprinzips zu erproben. Das Portalschreitwerk zeigt, dass das Bewegungsprinzip als solches funktioniert und folgende Eigenschaften hat: Die Maschine steht stabil und kann die gewünschten Bewegungen zuverlässig ausführen. Elektrik, Elektronik und Hydraulik funktionieren bestimmungsgemäß, Automatisierungsansätze konnten nur in Teilen erprobt werden. Die Steuerung ist modular aufgebaut und kann auf andere Maschinen übertragen werden. Bodenkundliche Untersuchungen haben eine vergleichsweise geringe Bodenbelastung ergeben und belegen Vorteile insbesondere auf feuchten und sensiblen Böden. Im Zusammenhang mit einer Seilkranrückung wird dem Bewegungsprinzip eine gute bis befriedigende Praxistauglichkeit attestiert, wobei vor allem der Planungs- und Organisationsaufwand als kritisch bewertet wird. Aufgrund der verkürzten Tests und der Mängel kann seitens des Herstellers Pfanzelt noch kein abschließendes Urteil bezüglich der Serieneignung getroffen werden. Vor allem muss noch daran gearbeitet werden, den Stahlbau zu stabilisieren sowie Hydraulik und Elektrik besser zu schützen. Für den Fall, dass der Hersteller sich für eine Serienanfertigung entscheidet, wären keine wesentlichen Investitionen in Fertigungsanlagen erforderlich.

Description

Keywords

License

Creative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany