Über den Verschleiß von Magnesitsteinen in Gitterungen von Glasschmelzöfen

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Date
1973
Volume
46
Issue
Journal
Glastechnische Berichte
Series Titel
Book Title
Publisher
Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft
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Abstract

Es wird über die Untersuchung von eisenarmen Magnesitsteinen berichtet, die aus verschiedenen Lagen einer Hohlglaswannengitterung nach fünfjährigem Einsatz bei Temperaturen über 900 °C ausgebaut worden sind. Kennzeichnend sind für alle Steine entscheidende Gefügeveränderungen: Für Temperaturen über 1100 °C ein starkes Periklaskristallwachstum, für Temperaturen von etwa 1100 °C zusätzlich das Entstehen von interkristallinen Poren sowie für Temperaturen unter 1100 °C die Ausbildung idiomorpher Periklasformen und das Kondensieren von Alkalisulfaten. Dabei wird das CaO in tiefer gelegene Gitterbereiche abgeführt und eine Silicatverschiebung von ursprünglich Ca2SiO4 zu Mg2SiO4 als dem schließlich einzigen Silicat bewirkt. Die Folge dieser Gefügeveränderungen ist eine erhöhte Anfälligkeit gegen Materialermüdung. Dazu werden allgemein die verschiedenen Beanspruchungsfaktoren und Verschleißerscheinungen einer Gitterung aufgezeigt. Im Normalfall erfolgt der Steinverschleiß durch Rißbildung, die durch die Temperaturwechsel des zyklischen Kammerumsteuerns ausgelöst und durch die Fremdstoff- sowie die langzeitige Temperaturbeaufschlagung entscheidend vorbereitet wird.

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CC BY 3.0 DE