ORDIAmur - Intensität der Nachbaukrankheit und Management von Apfelplantagen auf regionaler Skala
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Abstract
Bodenmüdigkeit im Apfelanbau führt weltweit zu Ertragsverlusten und geht häufig mit einem langanhaltenden Verlust der Bodenqualität einher. Das Ziel dieses Teilprojekts im Verbund ORDIAmur war über einen großflächigen Ansatz der Management- und Bodeneigenschaften habhaft zu werden, die den größten Anteil an der Entwicklung der Bodenmüdigkeit haben. Auf Basis dieser Eigenschaften sollte ermöglicht werden den potenziellen Schweregrad der Bodenmüdigkeit unter den bestehenden Bedingungen an einem Standort abzuschätzen und das Potential zur Minderung der Bodenmüdigkeit zu definieren. Zusätzlich wurde konkret getestet inwiefern eine Erhöhung der Biodiversität und der Einsatz von Bodenverbesserern in Apfelplantagen eine Bodenmüdigkeit reduzieren kann. Es wurden mit großem Erfolg Managementdaten und Bodenproben von 151 Apfelanbaustandorten (Plantagen und Baumschulen) in ganz Deutschland zusammengetragen und auf Bodenkohlenstoff, -Nährstoffe, und, an ausgewählten Standorten, auf apfeltypische Abwehrstoffe im Boden untersucht. Teilproben wurden von Partnern in ORDIAmur zur Mikrobiologie und Mesofauna analysiert. Es bestätigte sich im Wesentlichen das überaus komplexe Zusammenwirken vieler Faktoren bei der Entstehung und Persistenz der Bodenmüdigkeit im Apfelanbau. Als dominierende Faktoren stellen sich heraus das Alter der Plantage und Baumschule und der Einsatz von Kupfer. Weiter können wir nun zeigen, dass es einen ausgezeichneten Zusammenhang zwischen der Intensität der Bodenmüdigkeit (Wachstumsreduktion) und der Menge von apfeltypischen Abwehrstoffen (Phytoalexine) im Boden gibt und sich diese Substanzen als neue Indikatoren hervorragend eignen. Das Potential zur Risikominderung ist insbesondere im Management zu suchen.
Zur Minderung der Nachbaukrankheit konnten wir zeigen, dass Bodenverbesserer einen großen Effekt auf die Aktivität von Bodenmikroorganismen hat. Es deutetet sich auch das Potential an damit die Konzentration von Apfel-stämmigen Abwehrsubstanzen in Böden zu reduzieren, was sich äußerst positiv auf die Bodenqualität im Apfelnachbau auswirken kann.
