Verwendung von Neutronensonden zur Messung der Feuchtigkeit von Glasschmelzsand
Date
Authors
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Link to publishers version
Abstract
Bei der Aufbereitung des Gemenges zur Glasherstellung aus den Rohstoffen muß auf die exakte Dosierung der einzelnen Komponenten geachtet werden. Dies ist bei allen trockenen Rohstoffen leicht möglich. Der Glasschmelzsand aber wird in der Regel feucht angeliefert und oft auch so verwendet. Da sein Anteil am Gemenge 60 bis 70 % beträgt, muß bei der Einwaage der Wassergehalt berücksichtigt werden. Zur Feuchtigkeitsbestimmung braucht man ein Verfahren, das es erlaubt, in kurzer Zeit eine genaue Messung durchzuführen. Die nukleare Methode ist dazu gut geeignet und bietet außerdem den Vorteil, daß man mit ihr berührungsfrei und durch Schutzwände hindurch messen kann. Es wird eine Anordnung beschrieben, die mit einer 241Am-Be-Sonde arbeitet, wobei die Zahl der entstehenden thermischen Neutronen über ein Szintillometer erfaßt und durch einen Impulszähler digital angezeigt wird. Die Zählung wird nach einer Minute automatisch unterbrochen und die Sandfeuchte über eine Recheneinheit ziffernmäßig angezeigt. Die Konstanz des Gerätes ist leicht zu überwachen und zu steuern. Verwendet man eine 100-mCi-Sonde, so beträgt der 3σ-Vertrauensbereich einer Einzelmessung ± 0,2 Gew.- % H2O bei einer Nachweisempfindlichkeit von ± 0,1 Gew.- % H2O. Durch Erhöhung der Aktivität der Sonde auf 300 mCi erhält man für den 3σ-Vertrauensbereich der Einzelmessung ±0,1 Gew.- % H2O und für die Nachweisgrenze den Wert ±0,04 Gew.- % H2O.