PrEsto - Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen: Entwicklung skalierbarer Prozesstechnologien; Teilvorhaben: Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen auf Heterojunction-Bottom-Zellen
Schlussbericht zum Vorhaben PrEsto
Date
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Das Projekt PrEsto hatte zum Ziel, IP und Knowhow auf dem Gebiet der Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen zu erarbeiten. Der technologische Ansatz des Projekts war es, 1) bestehende, bereits industriell umgesetzte Prozesse der Silizium-Zelltechnologie so anzupassen, dass kostengünstige Unterzellen für solche Tandems hergestellt werden können, und 2) geeignete Prozesse, Materialien und die entsprechende Anlagentechnik zur großflächigen Herstellung der Perowskit Top-Solarzelle zu identifizieren und zu entwickeln. Die technologischen Herausforderungen im Gesamtprojekt lagen, bezogen auf die Perowskit-Topzelle, in der Abscheidung eines stabilen Perowskitabsorbers mit angepasster Bandlücke auf texturiertem Silizium; der Demonstration, dass diese Technologien auf Voll-Wafer-Format skalierbar sind; der Herstellung hierauf angepasster selektiver Kontaktsysteme (Elektronen- und Lochleiter) und der Entwicklung geeigneter transparenter leitfähiger Schichten und Metallisierungen, die bei hinreichend niedrigen Temperaturen und großflächig hergestellt werden können.
In Bezug auf die Silizium-Unterzelle waren ebenfalls eine Reihe von Aufgaben zu lösen: Die Entwicklung einer Oberflächen-Textur, die die großflächige Prozessierung der Perowskit-Zelle erlaubt, gleichzeitig aber auch den Lichteinfang in der Zelle unterstützt; die Herstellung von transparenten, gut passivierten Kontakten auf der Vorderseite der Silizium-Zelle, sowie die Schaffung eines verlustarmen elektrischen (Tunnel-)Kontakts zur Perowskit-Topzelle.
Technologisches Gesamtziel dieser Arbeiten war die Herstellung einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle im Voll-Wafer-Format und mit industriellen Technologien mit einem Wirkungsgrad >28%.
Das Teilvorhaben des HZB richtete sich speziell auf Arbeiten zur Prozess- und Anlagenentwicklung für die Perowskit-Topzelle, d.h. den Perowskit-Absorber sowie weitere Funktionsschichten und Kontakte. Außerdem waren Anpassungen geplant an der Silizium-Heterokontakt-Unterzelle, die das HZB bereits in früheren Projekten entwickelt hatte, dazu begleitende Charakterisierungen von Tandem- und Einzelzellen sowie der einzelnen Materialien/Schichten.
Die übergeordneten Ziele dieses Teilvorhabens lassen sich deshalb wie folgt zusammenfassen:
- Entwicklung von industriekompatiblen Depositionsverfahren basierend auf Vakuum-basierten und nasschemischen Prozessen, mit denen auf großen Flächen effiziente Perowskit-Topzellen hergestellt werden können,
- Identifikation von hocheffizienten Absorber-, Kontakt- und Funktionsschichtmaterialien für skalierbare Perowskit-Topzell-Prozesse,
- Anpassung des Zelldesigns von etablierten Silizium-Heterokontakt (SHJ) Solarzellen für optimierte Perowskit-Silizium-Tandems, inkl. optisch und elektrisch optimierter Verbindungsschichten der Subzellen, auf Flächen bis zum Voll-Wafer-Format (M2)
- Demonstration einer Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle im M2-Format mit industriekompatiblen Technologien und Wirkungsgrad >28%
