VIRTUS - Virtual Reality Tools zur analogen und digitalen Partizipation in räumlichen Stadtentwicklungsprozessen
dc.contributor.author | Henn, Juliane | |
dc.date.accessioned | 2025-07-23T10:41:09Z | |
dc.date.available | 2025-07-23T10:41:09Z | |
dc.date.issued | 2025-07-22 | |
dc.description.abstract | Aktuelle Formate für die Beteiligung von Bürger*innen in Prozessen der Stadtplanung schließen oft Menschen aus, die nicht vor Ort sein können. Dabei ist die Nachfrage nach digitalen Formaten – unter anderem durch die Covid-19-Pandemie – gestiegen. VIRTUS nutzt Virtual- und Extended-Reality-Anwendungen (VR, XR), um Stadträume und Baupläne sowohl vor Ort als auch digital erfahrbar zu machen und so eine inklusive Beteiligung zu ermöglichen. Das Ziel des Projekts VIRTUS bestand in der Entwicklung eines crossmedialen Partizipationsdesigns, welches durch den Einsatz von Echtzeit-VR bestehende Dialogformate erweitert und die Reichweite sowie die Qualität von Entscheidungen verbessert. Der Einsatz von VR-Tools zielt darauf ab, die Verständlichkeit von Partizipation zu erhöhen und Bürger*innen eine bessere Vorstellung für Dimensionen und räumliche Verhältnisse zu vermitteln. Zudem sollte die Möglichkeit des Online-Diskurses gestärkt werden, um einen virtuellen Raum zu schaffen, in dem informiert, diskutiert und interagiert werden kann. Das Projekt wurde in Kooperation des FZI Forschungszentrums Informatik, der Zebralog GmbH und der World of VR GmbH durchgeführt. Das FZI trug die Hauptverantwortung für die Begleitforschung, welche Anforderungsanalysen, Zwischen- und Endevaluationen umfasste, und war an der Konzeption und Entwicklung der Plattform beteiligt. Die Koordination, Beratung und das Prozessdesign der Beispielfälle/Use Cases sowie die Integration der zu entwickelnden VR-Tools in die webbasierte Plattform "Dialogzentrale" oblagen Zebralog. World of VR war für die Entwicklung der XR-Konzepte sowie die Multi-User-Entwicklung verantwortlich. Grundlage für das Projekt war das vom BMBF geförderte Projekt Take Part (2018-2021). In diesem wurde eine Mixed-Reality (MR) Plattform für die Bürger*innenpartizipation in Bauprojekten entwickelt, um eine zur Teilnahme motivierende und zugleich kostengünstige Plattform für die Bürger*innenbeteiligung bereitzustellen (Fegert et al., 2019). Aufbauend auf den Erkenntnissen sollte in VIRTUS eine kommunikative Echtzeit-Partizipationsplattform entstehen, die VR nutzt, um sowohl analog in Veranstaltungen als auch digital Stadträume und 3D-Modelle für Bürger*innen einfach und kollaborativ in Echtzeit erlebbar zu machen. Somit standen der geführte crossmediale Dialog und eine fokussierte Beteiligung in mehrstufigen städtebaulichen Wettbewerbsverfahren im Vordergrund. Anknüpfungspunkt in der Literatur stellte der Forschungsbereich der E-Partizipation dar. E-Partizipation eröffnet die Möglichkeit, Bürger*innenbeteiligung und öffentliche Prozesse unter Einbindung relevanter Akteure integrativer zu gestalten, indem moderne Technologien eingesetzt werden (vgl. Falk et al., 2017). Dabei werden verschiedene Stufen der E-Partizipation unterschieden (vgl. Spectrum of Public Participation). Städtebauliche Entwicklungsprojekte stellen einen wichtigen Anwendungsfall der E-Partizipation dar und erfordern von Laien die Auseinandersetzung mit komplexen räumlichen und geografischen Daten (Le Blanc & United Nations, 2020; Engel & Döllner, 2012). In diesem Kontext wird Building Information Modeling (BIM) als Standard der vernetzten Bauplanung verwendet. Ausgangspunkt für VIRTUS war die Überführung von CAD-Modellen in eine VR-Umgebung (Lorenz et al., 2016; Whyte et al., 2000). CAD-Modelle erlauben die detaillierte Visualisierung von Bauwerken in unterschiedlichen Projektphasen. In der Gestaltung von VIRTUS ließ sich auf VR-Literatur aufbauen. Zum Zeitpunkt des Projektstarts wurden VR-Technologien im Kontext der E-Partizipation vor allem im Kontext der städtischen Klang- (Jiang et al., 2018) und Bauplanung (Fegert et al. 2020) untersucht, jedoch bieten auch verwandte Use Cases Einblicke in mögliche Chancen und Herausforderungen des Einsatzes, so zum Beispiel der E-Commerce (Suh & Lee, 2005), oder die Anwendung in Design- und Bauprozessen (Woksepp & Olofsson, 2008) . Im Rahmen des Projekts VIRTUS sollte spezifisch untersucht werden, ob sich durch den Einsatz von VR-Technologien die Informationsgüte, Reichweite und Entscheidungsqualität im Kontext partizipativer, städtebaulicher Entwicklungsprozesse verbessern lässt. In den unterschiedlichen Projektphasen arbeitete das Konsortium mit verschiedenen anderen Stellen zusammen. Im Rahmen der Anforderungsanalyse erfolgten qualitative Interviews u.a. mit Planungsbüros, Baugenossenschaften und Akteur*innen der kommunalen Verwaltung. Für den Einsatz und die Erprobung der Entwicklungen unter Realbedingungen fungierte die Landeshauptstadt München, insbesondere das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und der PlanTreff München, als Use Case Partner im Projekt. Zusätzlich entstand über den Projektpartner Zebralog aufgrund der inhaltlichen Nähe ein regelmäßiger Austausch mit dem Projekt „XR Part“. | ger |
dc.description.version | publishedVersion | |
dc.identifier.uri | https://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/19962 | |
dc.identifier.uri | https://doi.org/10.34657/18979 | |
dc.language.iso | ger | |
dc.publisher | Hannover : Technische Informationsbibliothek | |
dc.relation.affiliation | Zebralog GmbH | |
dc.rights.license | Creative Commons Attribution-NonDerivs 3.0 Germany | |
dc.rights.uri | https://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/ | |
dc.subject.ddc | 300 | Sozialwissenschaften | |
dc.title | VIRTUS - Virtual Reality Tools zur analogen und digitalen Partizipation in räumlichen Stadtentwicklungsprozessen | ger |
dc.title.subtitle | Schlussbericht zum Verbundforschungsprojekt | |
dc.type | Report | |
dc.type | Text | |
dcterms.event.date | 01.08.2021-31.01.2025 | |
dcterms.extent | 111 Seiten | |
dtf.funding.funder | BMFTR | |
dtf.funding.program | 16SV8753 | |
dtf.funding.verbundnummer | 01236898 | |
tib.accessRights | openAccess |
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