BMBF Verbundvorhaben Modellierungsnetz: RESPINOW - Auswirkungen nicht-pharmazeutischer Interventionen auf die Belastung durch Atemwegsinfektionen während und nach der Pandemie; Teilprojekt J - SP4: Nowcasting und Kurzzeitvorhersage mehrerer Atemwegserkrankungen in Echtzeit
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Das RESPINOW-Konsortium als Ganzes befasste sich mit der Dynamik respiratorischer Erreger wie des Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV), der saisonalen Influenza und Pneumokokken-Erkrankungen nach der COVID-19-Pandemie und den damit einhergegangenen nicht-pharmazeutischen Interventionen (NPIs). Subprojekt 4 beschäftigte sich in diesem Rahmen mit Kurzzeit-Vorhersagen verschiedener Indikatoren. Diese tragen zum Situationsbewusstsein (situational awareness) bei, d.h. der rechtzeitigen und zuverlässigen Bewertung der aktuellen Intensität und des Trends einer Epidemie. So unterstützen Prognosen die Entscheidungsfindung bezüglich Interventionen und die Verwendung von Ressourcen. Da viele epidemiologische Indikatoren aufgrund von Meldeverzügen nur mit zeitlicher Verzögerung zur Verfügung stehen, erfordert eine gründliche Bewertung der aktuellen Lage eine entsprechende Korrektur der beobachteten Daten. Diese Aufgabenstellung wird als Nowcasting bezeichnet und ist konzeptionell eng mit der Kurzzeitprognose verwandt. Im Rahmen dieses Teilprojekts wurde ein operationelles Nowcasting- und Kurzzeitprognosesystem für das Respiratorische Synzytialvirus (RSV), saisonale Influenza und verschiedene syndromische (d.h. über verschiedene Erreger aggregierende) Indikatoren erstellt. Dieses wurde als kollaborative "Forecast Hub"-Plattform aufgesetzt (https://respinowhub.de/), sodass von verschiedenen Forschungsgruppen mittels unterschiedlicher Modellierungsverfahren erstellte Vorhersagen verglichen, in sogenannte Ensembles kombiniert und systematisch evaluiert werden können.
