MIDDEL - Music interventions in dementia and depression in elderly care
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Abstract
Hintergrund: Demenz und Depressionen sind weit verbreitete und komorbide Erkrankungen bei älteren Menschen und sind mit individuellem Leid, erheblicher Belastung für die Pflegekräfte und hohen gesellschaftlichen Kosten verbunden. Musikinterventionen stellen vielversprechende nicht-pharmakologische Behandlungen von Demenz und Depression bei älteren Erwachsenen dar und werden schon weit verbreitet genutzt. Allerdings fehlen bislang noch große und genaue Studien, die diese Interventionen untersuchen. Ziel: Das Hauptziel von MIDDEL bestand in der Bereitstellung hochwertiger Evidenz über die Wirksamkeit von Gruppenmusiktherapie (GMT) im Vergleich zu Singgruppen (RCS), einer Kombination dieser beiden Maßnahmen oder keiner Therapie bei Pflegeheimbewohnern mit dementiellen und depressiven Symptomen. Sekundäre Ziele waren die Untersuchung der Auswirkungen von GMT und RCS auf kognitive Funktionen, neuropsychiatrische Symptome, Lebensqualität, Medikamenteneinnahme und Sterblichkeit der Bewohner, sowie die Belastung der Mitarbeiter in den teilnehmenden Einrichtungen; die Untersuchung der Mechanismen und Heterogenität der Behandlungseffekte; und schließlich die Erleichterung der Untersuchung der Kosteneffektivität und möglicher Langzeiteffekte. Methode: MIDDEL ist eine internationale cluster-randomisierte kontrollierte Studie. Die Studie wurde in Norwegen, den Niederlanden, Großbritannien, der Türkei, Australien und Deutschland durchgeführt. Eingeschlossen wurden Pflegeheimbewohner mit einem Alter von 65 oder älter und mindestens leichten depressiven und dementiellen Symptomen. Die Cluster (Einheiten mit ca. 10 Bewohner) wurden auf vier verschiedene Gruppen randomisiert: Musiktherapie, Chorsingen, Musiktherapie und Chorsingen und eine Kontrollgruppe. Die Interventionen liefen über 6 Monate und die Erhebung der Ergebnisse fand vor der Randomisierung (Baseline), 3 Monate (T3), 6 Monate (T6) und 12 Monate (T12) nach der Randomisierung statt. Ergebnisse: In Oldenburg wurden 160 Pflegeheimbewohner eingeschlossen, davon schlossen 133 T3, 125 T6 und 65 T12 ab. Die Daten werden vom norwegischen Studienteam analysiert und im Laufe des Jahres veröffentlicht.
