Verbundprojekt Secur-e-Health - SFC: Smart Fracture Care - Sichere Verwendung von Gesundheitsdaten in der innovativen Traumaversorgung; Akronym: Secur-e-Health - SFC; Teil des ITEA Projekts Secur-e-Health der Forschungsstelle Oncare GmbH
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Das Projekt "Secur-e-Health – Samrt Fracture Care" bildet den deutschen Teil des internationalen ITEA-Projekts Secur-e-Health und verfolgt das Ziel, die Versorgung von Traumapatienten durch digitale Technologien sicherer und effizienter zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer integrierten Plattform, die den gesamten Behandlungspfad – von der präoperativen Risikoanalyse über die Operation bis zur Rehabilitation – digital unterstützt und dabei höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllt. Zu Beginn wurden historische Patientendaten analysiert, um Risikofaktoren wie verzögerte Heilung besser vorherzusagen. Darauf aufbauend entstand ein klinischer Patientenpfad, der kritische Parameter identifiziert und die Versorgung optimiert. Für die operative Phase wurde ein Computer-Assisted Surgery (CAS)-System entwickelt, das mithilfe eines Privacy-by-Design-Ansatzes sensible Daten ausschließlich lokal verarbeitet. Das System erstellt aus 2D-Röntgenbildern ein 3D-Modell der Fraktur und unterstützt die präzise Rekonstruktion während der OP. Sicherheitsmechanismen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und Integration von Kelvin-Zero-Sicherheitskarten gewährleisten den Schutz der Daten. Nach der Operation wird ein Implantatpass generiert, der über die Patienten-App verfügbar ist und Folgeeingriffe erleichtert. Die Nachsorge wird durch ein innovatives Wearable-System unterstützt, das Bewegungsdaten wie Druck, EMG und IMU erfasst. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen und in einer Python-Umgebung analysiert, um den Rehabilitationsfortschritt zu bewerten und personalisierte Therapieempfehlungen zu ermöglichen. Die Patienten-App bietet Echtzeit-Feedback, etwa zur Belastungssteuerung, und stärkt die aktive Einbindung des Patienten in den Heilungsprozess. Zentrale Plattform für die Datenintegration ist die myoncare-App, die Kommunikation zwischen Patienten und Fachpersonal ermöglicht und PROM-Daten (Patient-Reported Outcome Measures) in Echtzeit bereitstellt. Die Plattform erfüllt internationale Standards (MDR IIa, FDA, ISO 13485, ISO 27001) und hostet alle Daten DSGVO-konform auf deutschen Servern. Über eine REST-API werden Daten aus dem OFFIS-KIS-System sicher übertragen, ergänzt durch ID-Matching und Token-basierte Authentifizierung. Das Projekt demonstrierte erfolgreich die Integration aller Komponenten in einem sicheren, interoperablen System. Es schafft die Grundlage für eine personalisierte, datengestützte Versorgung von Frakturpatienten und leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung der Traumabehandlung. Mit der Kombination aus OP-Assistenz, sicherer Datenverarbeitung und KI-gestützter Rehabilitation eröffnet Secur-e-Health neue Perspektiven für die klinische Praxis und die Verbesserung von Heilungsverläufen.
