Roadmap Norm; TransHyDE-Projekt Norm

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur ist ein zentrales Element der deutschen und europäischen Energiewende. Damit Wasserstoff und seine Transportvektoren sicher, effizient und in großem Maßstab transportiert werden können, bedarf es klarer technischer Regelwerke und rechtlicher Rahmenbedingungen. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Leitprojekt TransHyDE – Verbund Norm hat sich dieser Herausforderung angenommen und untersucht, welche normativen Voraussetzungen für den Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft geschaffen oder angepasst werden müssen. Im Fokus des Projekts stehen fünf zentrale Transportvektoren: Leitung, Gashochdruckbehälter, Flüssigwasserstoff, Ammoniak und LOHC. Für jeden dieser Transportvektoren wurde eine umfassende Bestandsanalyse bestehender technischer Regelsetzung und Zertifizierungsprogramme durchgeführt. Ergänzt wurde diese durch eine Bedarfsanalyse, die sowohl interne Projektpartner als auch externe Stakeholder aus Industrie, Forschung und Behörden einbezog. Die Ergebnisse zeigen: Während für etablierte Technologien wie Leitung und Gashochdruckbehälter bereits viele technische Regelwerke existieren, bestehen für neuere Transportoptionen wie Flüssigwasserstoff, LOHC und Ammoniak erhebliche Lücken. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Erkenntnis, dass pränormative Forschung, insbesondere in noch nicht marktetablierten Technologien, eine Schlüsselrolle spielt. Sie schafft die wissenschaftliche Grundlage und Akzeptanz für neue technische Regelwerke, ermöglicht die sichere Einführung innovativer Technologien und fördert die internationale Anschlussfähigkeit deutscher Standards. Zudem müssen gesetzliche Verweise auf technische Regelwerke aktuell gehalten werden, um Rechtsklarheit zu gewährleisten. Die Roadmap Norm identifiziert konkrete Forschungs- und Regelsetzungsbedarfe, benennt prioritäre Handlungsfelder und zeigt auf, wie bestehende Strukturen weiterentwickelt werden können. Für die Politik liefert der Bericht eine Entscheidungsgrundlage: Er zeigt, wo Investitionen in Forschung, Normung und Gremienarbeit notwendig sind, um regulatorische Hemmnisse abzubauen und Planungssicherheit für Industrie und Infrastrukturprojekte zu schaffen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer koordinierten, interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft, um den Wasserstoffhochlauf erfolgreich und sicher zu gestalten.

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