Verbundprojekt 05A2020 - ELT-HIRES: Design und Konstruktion des HIRES Spektrographen für das Extremly Large Telescope. Teilprojekt 2
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Das 39m Teleskop ELT der europäischen Südsternwarte, ESO, ist das derzeit ehrgeizigste Projekt der bodengebundenen Astronomie. Nach Fertigstellung voraussichtlich im Jahr 2028 wird es das leistungsfähigste Teleskop sein und neue Möglichkeiten für die internationale Forschung eröffnen. ANDES (früher HIRES) ist der für das ELT geplante hochauflösende Spektrograph, der am ELT ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Projekten ermöglichen soll, und mit dem die Grenzen des Messbaren in bisher nicht zugängliche Bereiche verschoben werden sollen. Diesen Forderungen entsprechend soll ANDES einerseits in der Lage sein, breite Wellenlängenbereiche bei hoher Effizienz abzudecken, andererseits aber vor allem die wesentlichen wissenschaftlichen Fragestellungen wie die Untersuchung von Planetenatmosphären, die Suche nach nach erdähnlichen Planeten, die Messung physikalischer Konstanten oder sogar die direkte Messung der beschleunigten Expansion des Universums ermöglichen. Eine besondere Rolle kommt in diesem Zusammenhang der Kalibrierung des Instruments zu, da erst hiermit die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Instruments erzielt werden kann. Das Institut für Astrophysik und Geophysik (IAG) der Georg-August-Universität Göttingen ist im internationalen Konsortium ANDES verantwortlich für die Kalibrationseinheit des ANDES Spektrographen. Das IAG hat hiermit im Verbund zusammen mit dem AIP (UBV Spektrograph) die Verantwortung für eines der vier wesentlichen Arbeitspakete übernommen. Neben der Organisation dieses Arbeitspakets werden am IAG einzelne Arbeitspakete direkt bearbeitet während andere von Partnerinstitutionen übernommen wurden. Nach Ablauf des Berichtszeitraums wurde mittlerweile das ANDES Consortium Agreement von ESO unterzeichnet, so dass nun kein Zweifel mehr an der Durchführung des Projekts besteht. Die Arbeitspakete des IAG, insbesondere das Projektmanagement, konnten mithilfe der Fördermittel bewältigt werden, wobei die einschneidenden Kürzungen zu erheblichen Verzögerungen und Einbußen in der Leistungsfähigkeit des Instruments geführt haben.
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