Gesamtlärm in der Praxis - Anwendung und Weiterentwicklung des Leitfadens zur Lärmkumulation
| dc.bibliographicCitation.seriesTitle | Berichte der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen Verkehrstechnik ; 410 | |
| dc.contributor.author | Eggers, Sebastian | |
| dc.contributor.author | Eberlei, Geske | |
| dc.contributor.author | Lommes, Frederike | |
| dc.contributor.author | Hänisch, Folkard | |
| dc.contributor.author | Heidebrunn, Frank | |
| dc.contributor.author | Riek, Oliver | |
| dc.date.accessioned | 2026-01-19T09:39:58Z | |
| dc.date.available | 2026-01-19T09:39:58Z | |
| dc.date.issued | 2025-11 | |
| dc.description.abstract | Das Forschungsvorhaben „Praxisanwendung der Methoden aus ExNet 1.0: Ge samtlärm“ ist eine Fortführung der im Forschungsvorhaben FE 02.0400/2016/IRB „Verkehrsträgerübergreifende Lärmkumulation in komplexen Situationen“ als Leit faden erarbeiteten Vorgehensweise. Das Ziel war, die Prüfung des Leitfadens hin sichtlich seiner Praxistauglichkeit. Sie mündete in einer Überarbeitung des Leitfa dens, die einen Einsatz in der Praxis erleichtert. Durchgeführt wurde vorab eine Recherche zu früheren Vorhaben zum Thema „Gesamtlärm“ in Deutschland, nach der in den identifizierten bisherigen Ansätzen zum Gesamtlärm keine Aspekte vorliegen, die im Verfahren zur Lärmkumulation nicht berücksichtigt wurden bzw. die nicht grundsätzlich aufgenommen werden können. Eine ebenfalls durchgeführte quantitative Analyse des Auftretens von Ge samtlärmsituationen in Deutschland zeigt, dass eine Belastung von jeweils LDEN ≥ 55 dB(A) durch mehr als eine Verkehrslärmquelle für fast 3 % der Bevölkerung be steht, das Thema somit eine hohe Relevanz aufweist. Eine direkte Ansprache an geeignete Kontakte zeigt, dass Prüfungen zu Gesamtlärm derzeit nur vereinzelt vorgenommen werden. Bei der Maßnahmenfindung wurden in vielen Meldungen keine einheitlichen Vorgaben erwähnt. Zur Findung der „besten Variante“ wurden weitgehend keine Aussagen zu konkreten Verfahren getroffen. Die Praxistauglichkeit des Leitfadens wurde im Rahmen eines Praxisworkshops erprobt. Aufgrund der erhobenen Rückmeldungen wurde eine Bewertung des be stehenden Leitfadens anhand der Prüfkriterien „Aussagekraft“, „Verständlichkeit“, „Transparenz“ und „Praxistauglichkeit“ durchgeführt. Abgeleitet wurden dann not wendige Änderungen am Verfahren sowie an den Materialien, um den Leitfaden für einen Praxiseinsatz tauglich zu machen und die Verbreitung zu forcieren. Es wurden für die Beschreibung des Verfahrens zur Lärmkumulation gezielte Überarbeitungsbedarfe bzw. Hinweise für den Leitfaden abgeleitet. Es hat sich vor allem gezeigt, dass eine zu frühe Fokussierung auf Nutzen-Kosten-Bewertungen nicht unbedingt zu einem hohen Schutzniveau führt bzw. dass das erreichte Nut zen-Kosten-Verhältnis nicht in jedem Fall optimal ist. Eine frühe Einschränkung auf ggf. wenige Varianten kann zudem dazu führen, dass bestimmte Maßnahmen nicht betrachtet werden. Für die Überarbeitung stellt sich somit heraus, dass in der Verfahrensbeschreibung herauszustellen ist, dass eine Maßnahmenprüfung mög lichst erst bei Erreichen eines Vollschutzes beendet wird. In der ersten Durchfüh rung ist eine „Ermittlung des Vollschutzes durch Abschirmung“ aber auch eine Prüfung der möglichen emissionswirksamen Maßnahmen durchzuführen. Weitere Überarbeitungen umfassen z.B. Empfehlungen für die Darstellung im Streudiagramm. Die Erkenntnisse u.a. aus dem Praxisworkshop zeigen zudem, dass für das Ver- ständnis des Leitfadens und seiner Methoden eine ausreichende Erklärung notwendig ist. Es wurden Materialien erstellt, die eine Einarbeitung in den Leitfaden erleichtern. Ein Schulungsvideo zu den Grundlagen des Leitfadens Lärmkumula- tion umfasst eine allgemeine Einführung in die Thematik Gesamtlärm sowie das Verfahren Lärmkumulation. Ziel des Videos ist weniger die praktische Anwendung, sodass auf das Streudiagramm sowie konkretere Beispiele nicht eingegangen wird. Das Schulungsvideo zur Einführung in die Anwendung des Leitfadens um fasst eine kurze Erläuterung des zweitstufigen Verfahrens. Kern der Vorstellung ist das Streudiagramm. Dieses wird anhand eines vereinfachten Beispiels erklärt. Anschließend wird ein exemplarischer Durchlauf des Leitfadens mit Auswirkungen auf das Streudiagramm gezeigt. Eine Handlungsanleitung führt die Inhalte des Leitfadens unabhängig von der im Schlussbericht veröffentlichten „formellen“ Beschreibung auf. Es werden jeweils Hinweise für die Praxisanwendung gegeben. Im Rahmen des Projekts wurde auch geprüft, ob und wie der Praxiseinsatz des Leitfadens umgesetzt werden kann. Im Rahmen eines von der BASt durchgeführ ten Werkstattgesprächs zeichnete sich ab, dass eine einheitliche Regelung zum Vorgehen bei Gesamtlärmbelastungen fehlt, aber gewünscht und benötigt wird. Das vorgestellte Verfahren zum Umgang bei Lärmkumulation bietet ein mögliches Verfahren, es fehle jedoch noch ein rechtlicher Rahmen bzw. es besteht keine ausreichende Verbindlichkeit zur Anwendung. Für mögliche verbindliche Umset zungen werden Änderungen an Verordnungen, Richtlinien, Normen sowie Rund schreiben durch das Bundesministerium genannt. Im durchgeführten Projekt wurden Anmerkungen aus einer ersten Praxisanwen dung sowie aus einem weiten Beteiligtenkreis gesammelt. Nach ausführlicher Be wertung ist das Konzept in der angepassten Fassung geeignet für einen Praxisein satz. Ergänzende Materialien wie Schulungsvideos unterstützen die Verbreitung. Obwohl der Leitfaden selbst weiterhin weitgehend unabhängig von Regelungen zum Schallschutz ist, fehlt eine verbindliche Verankerung z. B. in relevanten Ver ordnungen, um einen Praxiseinsatz zu unterstützen. Datei-Upload durch TIB | ger |
| dc.description.abstract | The research project ‘Practical application of methods from ExNet 1.0: Overall noise’ is a continuation of the approach developed as a guideline in the research project FE 02.0400/2016/IRB ‘Cross-modal noise accumulation in complex situa tions’. The aim here was not so much to fundamentally rework a method, but ra ther to test the guidelines in terms of their practical suitability. This resulted in a re vision of the guidelines, which facilitates their use in practice. Preliminary research was conducted on previous projects on the topic of ‘total noise’ in Germany, which revealed that the approaches to total noise identified to date do not contain any aspects that were not taken into account in the noise ac cumulation procedure or that cannot be included in principle. A quantitative analy sis of the occurrence of overall noise situations in Germany also shows that almost 3% of the population is exposed to LDEN ≥ 55 dB(A) from more than one source of traffic noise, making this a highly relevant issue. Direct contact with suitable con tacts shows that overall noise tests are currently only carried out in isolated cases. When determining measures, many reports did not mention any uniform specifica tions. For the most part, no statements were made on specific procedures for find ing the ‘best option’. The practical suitability of the guide was tested in a practical workshop. Based on the feedback collected, the existing guide was evaluated using the criteria of ‘in formativeness’, ‘comprehensibility’, “transparency” and ‘practicality’. Necessary changes to the procedure and materials were then derived in order to make the guide suitable for practical use and to promote its dissemination. Specific revisions and recommendations for the guidelines were derived from the description of the noise accumulation process. Above all, it became apparent that focusing too early on cost-benefit analyses does not necessarily lead to a high level of protection, and that the cost-benefit ratio achieved is not always optimal. An early restriction to a small number of variants may also mean that certain measures are not considered. For the revision, it is therefore necessary to empha sise in the procedure description that a measure review should only be completed once full protection has been achieved. In the first implementation, however, a ‘de termination of full protection through shielding’ must also be carried out, as well as a review of possible emission-effective measures. Further revisions include, for example, recommendations for presentation in the scatter diagramm. The findings from the practical workshop, among other things, also show that suffi cient explanation is necessary for understanding the guide and its methods. Mate rials have been created to facilitate familiarisation with the guide. A training video on the basics of the noise accumulation guideline provides a general introduction to the topic of overall noise and the noise accumulation procedure. The video is not intended for practical application, so it does not cover the scatter plot or spe cific examples. The training video introducing the application of the guideline pro- vides a brief explanation of the two-stage procedure. The core of the presentation is explained using a simplified example. This is fol lowed by an exemplary run-through of the guidelines with effects on the scatter di agram. A guide to action lists the contents of the guidelines independently of the ‘formal’ description published in the final report. Tips for practical application are provided in each case. The project also examined whether and how the guide can be implemented in practice. During a workshop discussion conducted by the BASt, it became appar ent that there is a lack of uniform regulations on how to deal with overall noise pol lution, but that such regulations are desired and needed. The procedure presented for dealing with noise accumulation offers a possible approach, but a legal frame work is still lacking and there is insufficient binding force for its application. The Federal Ministry mentions changes to regulations, guidelines, standards and circu lars as possible binding implementations. In the project, comments were collected from an initial practical application and from a wide range of participants. After detailed evaluation, the adapted version of the concept is suitable for practical use. Supplementary materials such as training videos support its dissemination. Although the guide itself remains largely inde pendent of noise protection regulations, there is no binding anchoring, e.g. in rele vant regulations, to support its practical application. | ger |
| dc.description.version | publishedVersion | |
| dc.identifier.isbn | 978-3-95606-892-8 | |
| dc.identifier.uri | https://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/29093 | |
| dc.identifier.uri | https://doi.org/10.34657/28162 | |
| dc.language.iso | ger | |
| dc.publisher | Hannover : Technische Informationsbibliothek | |
| dc.relation.affiliation | LÄRMKONTOR GmbH, Hamburg | |
| dc.relation.affiliation | Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) | |
| dc.relation.doi | https://doi.org/10.60850/bericht-v410 | |
| dc.rights.license | Es gilt deutsches Urheberrecht. Das Werk bzw. der Inhalt darf zum eigenen Gebrauch kostenfrei heruntergeladen, konsumiert, gespeichert oder ausgedruckt, aber nicht im Internet bereitgestellt oder an Außenstehende weitergegeben werden. - German copyright law applies. The work or content may be downloaded, consumed, stored or printed for your own use but it may not be distributed via the internet or passed on to external parties. | |
| dc.subject.ddc | 000 | Informatik, Information und Wissen, allgemeine Werke | |
| dc.title | Gesamtlärm in der Praxis - Anwendung und Weiterentwicklung des Leitfadens zur Lärmkumulation | ger |
| dc.type | Report | |
| dc.type | Text | |
| dcterms.extent | 108 Seiten | |
| dtf.funding.funder | BMV | |
| dtf.funding.program | 69.000 | |
| tib.accessRights | openAccess |
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