Forschungsberichte ohne Pflichtabgabe (DFG, IGF…)
Permanent URI for this collectionhttps://oa.tib.eu/renate/handle/123456789/18569
Browse
Recent Submissions
Item type: Item , Entwicklung einer Methode zur effizienten und berührungslosen Materialparameteridentifikation von Saiteninstrumenten mithilfe parametrisch modellordnungsreduzierten Finite Elemente Modelle(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2026-01-08) Eberhard, Peter; Ziegler, PascalIm Forschungsprojekt mit Projektnummer 455440338 wurde eine Methode zur effizienten Materialparameteridentifikation von Saiteninstrumenten entwickelt. Die Grundlage dafür bot ein äußerst detailliertes Finite Elemente Modell, mithilfe dessen in einem Model Updating Verfahren die Materialparameter einer Gitarre identifiziert werden konnten. Normalerweise sind Verfahren dieser Art sehr rechenintensiv und benötigen eine sehr große Anzahl von Modellauswertungen. Die daraus resultierende hohe Rechenzeit wurde mit effizienten Ersatzmodellen, die durch ein kombiniertes Verfahren aus projektionsbasierter parametrischer Modellordnungsreduktion und rein datengetriebenen Verfahren erstellt wurden, auf ungefähr ein Tausendstel verringert. Das Verfahren wurde erfolgreich eingesetzt, um zwei Gitarren anhand ihrer Materialparameter zu unterscheiden. Über die Kenntnis der reinen Materialparametern hinaus sind aber auch die daraus resultierenden Modelle von besonders hoher Relevanz. So zeigt das Finite Elemente Modell einer kompletten Gitarre sehr gute Übereinstimmung mit Messungen und am Beispiel einer Gitarrendecke konnte gezeigt werden, dass die Modelle mit identifizierten Materialparametern in der Lage sind, den Effekt von Geometriemodifikationen vorherzusagen. Mit Abschluss dieses Forschungsprojekts steht somit eine Methodik zur Verfügung, die es erlaubt, methodisch Materialparameter unter Zuhilfenahme von nichtschädigenden Messungen an Gitarren in Kombination mit einem Finite Elemente Modell der Gitarre die Materialparameter zuverlässig zu bestimmen, und Unterschiede zwischen vermeintlich, da nur geometrisch identischen Gitarren aufzuzeigen. Wesentliche Teile des Projekts waren dabei 1) die komplette Entwicklung der Messmethodik und Messauswertung, 2) die Erstellung eines Finite Elemente Modells inklusive der Bewertung der wesentlichen dort zu berücksichtigenden Effekte sowie 3) die Entwicklung eines Optimierungsprozesses, um in der Verbindung von Messung und numerischem Modell die Materialparameter optimal an Messungen anzupassen, und damit zu identifizieren. Über die geplanten Ziele des bewilligten Projektantrags hinaus konnte in einer Machbarkeitsstudie für eine Gitarrendecke mit Beleistung gezeigt werden, dass sich gewisse natürliche Materialstreuungen durch Geometrieänderungen der Beleistung kompensieren lassen. Dies erlaubt das visionäre Ziel, dass akustische Kopien von Instrumenten trotz Materialvariabilität möglich sein werden.Item type: Item , Machbarkeitsstudie zur Koppelung von Methoden des maschinellen Lernens und CFD zur Vorhersage von Be- und Enttauung an Fahrzeugscheiben(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Westhoff , Andreas; Bahavar, Philipp; Herzog, Sebastian; Kerl, Julian ChristopherDatei-Upload durch TIBItem type: Item , Methanemissionen aus Biogasanlagen: Position(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Kornatz, Peter; Knoll, Lukas; Daniel-Gromke, Jaqueline; Majer, Stefan; Oehmichen, Katja; Schmieder, UtaDie Methanemissionen aus Biogasanlagen sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen in Wissenschaft, Politik und der interessierten Öffentlichkeit. Das DBFZ nimmt mit diesem Papier eine kurze Einordnung verfügbarer Messwerte und ihrer Aussagekraft für die Bewertung der Klimaeffekte von Biogas und Biomethanlagen vor. Biogasanlagen in Deutschland unterliegen hohen Sicherheitsstandards und regulatorischen Anforderungen (z. B. TA Luft, TRAS 120, GasNZV), wodurch Emissionen bereits heute weitgehend minimiert werden können. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt deutliche technische Verbesserungen an Biogasanlagen. Die Nutzung von Biogas hat im Vergleich zur Nutzung von Erdgas das Potenzial Treibhausgasemissionen einzusparen und wichtige Beiträge zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur Bioökonomie zu leisten. Verallgemeinerte Aussagen zu Methanemissionen sind auf Grund von Komplexität der Messverfahren, der unterschiedlichen Gründe für Messungen und viefältiger Anlagenkonfigurationen kaum möglich. Grundsätzlich haben Betreiber von Biogasanlagen ein großes Eigeninteresse, Emissionen zu minimieren – aus ökologischen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen. Dennoch bestehen anlagenindividuelle Optimierungspotenziale, die durch regelmäßige Emissionsmessprogramme, technische Nachrüstungen und Schulungsmaßnahmen für Anlagenbetreibende gehoben werden können. Gezielte Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen tragen dazu bei, das Bewusstsein der Anlagenbetreibenden im Umgang mit Emissionen weiter zu stärken. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Schulungsprogramme von Fachverbänden in Kooperation mit Messeinrichtungen für Anlagenbetreibern durchgeführt sowie Hintergrundpapier für Anlagenbetreiber zu Minderungsmaßnahmen an Biogasanlagen veröffentlicht. Das DBFZ unterstützt Betreiberinnen und Betreiber bei der Umsetzung solcher Programme durch wissenschaftliche Beratung, Emissionsmessungen und Datenanalysen. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Data Management under European Regulations - Compliance challenges and solutions for organizations(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Emons, Sebastian; Grafen, Daniel; Gür, Inan; Haße, Hendrik; Hoppe, Christoph; Hupperz, Marius; Jahnke, Nils; Jussen-Lengersdorf, Ilka; Lipovetskaja, Anzelika; Mannsfeld, Maik; Westphal, AlexanderDatei-Upload durch TIBItem type: Item , AI in New Product Development : Connecting Data & Unlocking Knowledge(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Molitor, Dirk A.; Larichev, Vlad; Guggenberger, Tobias; Altendeitering, Marcel; Porta, Daniel; Ziegler, MatthiasCompanies engaged in complex product development are increasingly striving to automate their R&D processes and transform them through the integration of AI. This transformation promises substantial acceleration of product development cycles, higher product quality, improved compatibility between mechanical, E/E and software components, and enhanced capabilities for design space exploration. While numerous approaches for embedding AI into engineering already exist, most organizations have not yet established a comprehensive management framework or achieved large-scale deployment of this technology. This white paper introduces a framework for scalable AI applications in engineering, designed to address the unique challenges of product development environments. Considering the specific boundary conditions in engineering, such as fragmented tools and data landscapes, heterogeneous data formats, stringent governance requirements, complex tool interoperability, and high interdependencies between engineering domains along the V-model, the framework identifies key dimensions that must be addressed to ensure scalable and sustainable AI integration. Following terminology from Systems Engineering, the framework distinguishes between vertical and horizontal AI use cases, depending on their level of domain specificity and cross-domain applicability. Based on an extensive literature review covering AI use cases across all domains of the V-model, the paper highlights that most existing AI applications currently exhibit a high vertical maturity but limited horizontal integration. In other words, they are typically designed around specific tools and data sources within isolated domains, with insufficient focus on cross-domain networking and knowledge sharing. This pattern mirrors the current state of industrial AI adoption, which is often constrained by tool and data fragmentation as well as organizational silos. Consequently, the paper argues that AI transformation must be driven by top management, ensuring a balanced portfolio of vertical and horizontal use cases and promoting integration across domains to unlock system-wide benefits. A further key insight of the study is the emerging role of multi-agent systems in engineering, which enable higher levels of automation and coordination between AI-driven tasks. This white paper illustrates how such systems can be applied in future engineering environments and analyzes their impact across four dimensions, namely processes, data, people, and technology. Finally, a roadmap is presented that outlines the path toward scalable AI deployment in product development. In conclusion, the paper recommends a strategic and iterative approach to AI transformation: selecting and developing use cases in alignment with the proposed framework, progressively interconnecting them into multi-agent systems, and ensuring governance and scalability from the outset. To achieve lasting success, organizations must also make deliberate choices regarding the right tools and technologies and understand the correct sequence for generating and structuring the required engineering artifacts. Providing contextual information across different system levels is essential to enable consistent interpretation and automated reasoning. Furthermore, the long-term integrability of initially developed use cases must be safeguarded to ensure they can evolve into interconnected multi-agent ecosystems rather than remain isolated solutions. Finally, human checkpoints embedded into agent-driven workflows play a pivotal role in maintaining oversight, trust, and accountability, ensuring that automation augments rather than replaces engineering expertise. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Lebenszyklusanalyse und Einordnung differenter Wärmepumpentechnologien im realen Betrieb(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-10-13) Beckmann, Nicolei; Meinecke, LutzDie Arbeit untersucht verschiedene Wärmepumpentypen in einem realen Quartier auf Basis von Herstellerangaben sowie vor Ort erhobenen Energie- und Stoffstromdaten während der Betriebsphase. Ergänzend werden die Aufwendungen der vor- und nachgelagerten Lebenszyklusabschnitte mithilfe der ÖKOBAU.DAT bilanziert. Dabei zeigt sich, dass die Betriebsphase selbst bei hochgedämmten Gebäuden einen wesentlichen Einfluss hat. Die gemessenen Energieströme und die daraus berechneten Jahresarbeitszahlen (JAZ) weichen teilweise deutlich von den Herstellerangaben ab. Abschließend werden die Ergebnisse mit einem theoretischen Einsatz von Widerstandsheizungen verglichen. Trotz der im Betrieb niedrigeren realen Jahresarbeitszahlen im Vergleich zu den Herstellerwerten weisen die Wärmepumpen über den gesamten Lebenszyklus hinweg geringere Treibhausgasemissionen auf. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Fahrdynamik des automatisierten Fahrens 2.0(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Lützow, Jörn; Kuck, Ida; Pelzer, Julia; Düselder , Arne; Tenbrock , AlexanderDatei-Upload durch TIBItem type: Item , Regulatorik : Status Quo und Entwicklungsbedarf(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-04) Merkel, Marcus; Wurster , Reinhold; Hager, Dennis; Elliger, Tom; Karzel , Paul; Spitta, Christian; Jungsbluth, Joachim; Jenne, Markus; Pfautsch, Jadranka; Renkert, Maria; Haubitz, ToniDatei-Upload durch TIBItem type: Item , Das Potenzial von Verkehrsnebenflächen zur Förderung der Biodiversität und ihre Rolle bei der Ausbreitung gebietsfremder Arten – Untersuchungsraum Berlin(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-07) Schleicher, Andrea; Zippelius, Timo; Frey, Jana; Kapke, Ines; Höfers, Maren; Feldmann, Wiebke; Baufeld, Ralf; Engler, Jan; Kleyer, MichaelDas Ziel der vorliegenden Studie war eine Bestandsaufnahme von Biotoptypen, Vegetation und ausgewählten Tiergruppen an den drei Verkehrsträgern Straße, Schiene und Wasserstraße. Es sollte eine Grundlage geschaffen werden für i) die Optimierung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität, ii) eine verkehrsträgerübergreifende Verbesserung der ökologischen Vernetzung an bzw. von Verkehrswegen und iii) die gezielte und kosteneffektive Kontrolle von Neobiota. Das Untersuchungsgebiet befand sich im Westen von Berlin. Es war von der Nähe zum Verdichtungsraum Berlin und den vorherrschenden Sandböden geprägt, weshalb forstwirtschaftliche und Siedlungsnutzungen dominierten. Die Biotopkartierung bestätigte, dass nahezu die Hälfte des Untersuchungsraums von befestigten Flächen und Siedlungsraum eingenommen wird. Ein weiteres Drittel bildeten Wälder. Aufgrund des Flusses Havel und in Verbindung stehenden Seen nahmen Gewässer einen vergleichsweise hohen Anteil von 8,2 % ein. Dies spiegelt sich auch in der hohen Verbreitung von Feuchtlebensräumen und deren hoher Konnektivität wider. Die Verkehrsnebenflächen von Schienenwegen - und zu geringerem Umfang auch Straßen – trugen zu einer Verbesserung der räumlichen Kontinuität von offenen Trockenlebensräumen bei, aber nicht von Gehölzlebensräumen. Gefährdete Biotoptypen nahmen auf Verkehrsnebenflächen hohe Anteile ein (65 % an Schienenwegen, 31 % Wasserstraßen), waren allerding schwerpunktmäßig außerhalb von Verkehrsnebenflächen zu finden. Es handelte sich an Schienenwegen und Straßen v.a. um Ruderalstandorte und Sandtrockenrasen, an Wasserstraßen um Ufersäume. Im Hinblick auf die ökologische Wertigkeit und das Auftreten von Störungen unterschieden sich die Verkehrsnebenflächen nicht von Referenzflächen, auch wenn Müllvorkommen stellenweise vor allem in räumlicher Nähe zu Straßen zu finden waren. Eine besondere Bedeutung von Verkehrswegen für das Vorkommen und die Ausbreitung von Neophyten wurde auf Ebene der Biotoptypen nicht bestätigt. Die Vegetationsaufnahmen zeigten entsprechend der naturräumlichen Ausstattung ein weites Spektrum an Vegetationseinheiten sowohl trockener, frischer als auch feuchter Ausprägungen. Aufgrund der Beimischung ruderaler Arten waren die Artenzahlen auf Verkehrsnebenflächen tendenziell höher als auf Flächen außerhalb davon. Regional seltene Arten wurden im Berliner Projektgebiet v.a. auf Magerrasen außerhalb von Verkehrsnebenflächen beobachtet. Auf Verkehrsnebenflächen kamen diese Arten v.a. in intensiv gepflegten Bereichen vor, was auf den Nährstoffentzug oder auf besondere Standorteigenschaften zurückgeführt werden kann. Extensiv gepflegte Bereiche zeigten eine größere Vielfalt an Vegetationstypen als intensiv gepflegte. Neophyten fanden sich vor allem auf frischen Standorten, wo schnellwüchsige Arten gute Bedingungen vorfinden. Während neophytische Gehölze, wie Eschen-Ahorn und Robinie, häufiger auf Verkehrsnebenflächen vorkamen, zeigten andere Arten, wie die Goldrute, höhere Deckungen auf Flächen außerhalb. Diese Beobachtungen unterstreichen, dass lokale Standortbedingungen und Pflege artspezifisch das Vorkommen von Neophyten beeinflussen. Entsprechend besaßen Magerwiesen höhere Anteile Neophyten im intensiv gepflegten Bereich, Goldruten zeigten im extensiv gepflegten Bereich höhere Deckungen. Bei den faunistischen Untersuchungen stachen die Wasserstraßen mit anderen Artengemeinschaften und höheren Artenzahlen v.a. bei Vögeln und Laufkäfern hervor. Ursächlich ist vermutlich die besondere Lebensraumqualität durch die Lage der Untersuchungsflächen an der Havel mit begleitenden Feuchtlebensräumen. Die Artengemeinschaften der Vögel, Spinnen- und Laufkäfer an Schienen und Straßen ähnelten sich dagegen. Es überwogen Arten mit generalistischen Lebensraumansprüchen. Die Verkehrswege hoben sich im Vergleich zu entsprechenden Referenzflächen nicht durch reduzierte Artenzahlen oder Abundanzen ab. Nur bei einzelnen Vogelarten zeichneten sich an stark befahrenen Straßen reduzierte Revierdichten ab. Die Zauneidechse profitierte dagegen von den Nebenflächen an Schiene und Straße. Zusammenfassend geben die Ergebnisse der vorliegenden Studie keine Hinweise darauf, dass Verkehrsnebenflächen nicht ökologisch entwickelt werden sollten. Es konnten keine Belege für eine generell höhere oder reduzierte Diversität der untersuchten Artgruppen erbracht werden. Einzelarten können aber von verkehrlichen Wirkungen sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden. Dies gilt auch für einzelne Neophytenarten, aber nicht für Neophyten im Allgemeinen. In der Zusammenschau mit anderen Studien wurde deutlich, dass das Potenzial von Verkehrsnebenflächen für die Biodiversität stark davon beeinflusst ist, wie deutlich ihre standörtlichen Eigenschaften und Biotopausstattung von denen der Umgebung abweichen. V.a. wenn die an Verkehrswegen vorkommenden Lebensräume in der umgebenden Landschaft rar sind, können Verkehrsnebenflächen einen hohen Beitrag leisten. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Detektion von Radfahrern im signalgeregelten Bereich von Knotenpunkten in Verbindung mit Absetzung einer Warnmeldung für Kraftfahrzeuge(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-06) Kaiser, Alexander; Schade, Joachim; Czogalla, Olaf; Abboud, Mansour; Mischke, JonathanIm Bereich von signalgeregelten Knotenpunkten kommt es oftmals zu Konflikten zwischen dem geradeausfahrenden Radverkehr und dem rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugverkehr. Um Fahrzeugführer an besonders konfliktbehafteten Knotenpunkten bei ihren Fahraufgaben zu unterstützen und somit Kollisionen mit Radfahrern zu vermeiden, werden infrastrukturseitige Abbiegeassistenzsysteme erprobt, die kritische Situationen automatisch erkennen und die betreffenden Verkehrsteilnehmer rechtzeitig warnen sollen. Eine Pilotanwendung eines solchen vollautomatischen Systems wurde 2023 in der Stadt Gießen, am Knotenpunkt Frankfurter Straße – Friedrichstraße, durch Installation und Inbetriebnahme eines KI-unterstützten Kamerasystems durch ein Unternehmen realisiert. Bei Erkennung einer Konfliktsituation wird ein Warnsignal über einen Doppelblinker angezeigt. Zukünftig können Warnmeldungen auch per Funk (ITS-G5) von einer Roadside Unit an die On-Board Unit des betreffenden Fahrzeugs gesendet werden. Da es sich um einen der ersten Pilotbetriebe eines solchen Systems außerhalb von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in Deutschland handelt, ist es für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) von Interesse gewesen, dass auch herstellerunabhängige, belastbare Daten zur Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems ermittelt wurden. Dieses Ziel sollte durch eine wissenschaftliche Begleituntersuchung des Pilotbetriebs in Gießen erreicht werden. Die Analyse der Ausgangssituation basierte zum einen auf bereits vorhandenen Daten, die öffentlich verfügbar waren oder von der Stadt Gießen bzw. ihrem beauftragten Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden. Zum anderen, größeren Teil wurden neue Daten im Rahmen einer Vor-Ort-Analyse durch eine videogestützte Verkehrsbeobachtung und Mes sungen bei Testfahrten mit Fahrrad und Pkw im Oktober 2023 erhoben. Zur Bewertung der Zuverlässigkeit und potenziellen Wirksamkeit des Warnsystems wurden während des Realbetriebs aufgetretene Konfliktsituationen und die entsprechenden Warnsignale des Doppelblinkers mithilfe einer automatisierten Videoanalyse stichprobenartig ausgewertet. Dazu erfolgte eine insgesamt viertägige Videobeobachtung in zwei Tei len im Januar und März 2024. Für den infrastrukturseitigen Abbiegeassistenten wurde eine Genauigkeit der Situationserkennung von durchschnittlich 87,9 Prozent festgestellt. Dies bedeutet, dass in fast 9 von 10 Fällen eine Situation korrekt erkannt wurde und eine entsprechende Warnmeldung ausgeben bzw. nicht ausgegeben wurde. Lediglich in 4 von 100 Fällen (3,72 %) wurde eine potenzielle Konfliktsituation nicht erkannt und der Kraftfahrzeugführer nicht gewarnt. Bezogen auf die Gesamtdauer der Konfliktsituationen beträgt die Genauigkeit 90,4 Prozent und in 2,5 Prozent der Zeit wurden potenzielle Konfliktsituationen dagegen nicht erkannt. Entscheidend für die Wirksamkeit ist neben der korrekten Situationserkennung auch die Rechtzeitigkeit der Warnmeldung. Diese wurde anhand der Kenngröße Pünktlichkeit bewertet. Hier gilt eine Warnung per definitionem als pünktlich, wenn diese erfolgt, bevor der Radfahrer den voraussichtlichen Konfliktpunkt mit dem rechtsabbiegenden Kraftfahrzeug erreicht. Dies trifft auf durchschnittlich 94 Prozent der wahr-positiven Situationen zu. Die Pünktlichkeit bzw. Rechtzeitigkeit einer Warnung umfasst auch die erforderliche Reaktionszeit für den Kraftfahrzeugführer, die hier neben der reinen Reaktion auch die Zeit zum Bremsen oder Ausweichen umfasst. Aus einer Untersuchung im Rahmen des Xcycle-Projekts ist bekannt, dass Verkehrsteilnehmer eine Warnmeldung als rechtzeitig empfinden, wenn diese mindestens 3,5 Sekunden vor dem Konfliktpunkt eintrifft. Daher relativiert sich die hohe Pünktlichkeit des untersuchten Warnsystems in Gießen, wenn die verfügbaren Reaktionszeiten von durchschnittlich nur 2,6 Sekunden betrachtet werden. In nur 19 von 66 ausgewerteten Situationen beträgt der Wert mindestens 3,5 Sekunden, was einer Quote von 28,8 Prozent entspricht. Das heißt, in nur etwa jeder dritten bis vierten Konfliktsituation hätte der Kraftfahrzeugführer im Ernstfall rechtzeitig reagieren können, während in den anderen Fällen die Warnung zu spät gewesen wäre. Die Warnmeldung erfolgt in der aktuellen Systemkonfiguration (Stand: Mai 2024) ausschließlich durch ein optisches Warnsignal in Form eines Doppelblinkers vom gegenüberliegenden Straßenrand. Wie hoch der Anteil der Kfz-Führer ist, die den Doppelblinker tat sächlich als Warnsignal in Bezug auf von hinten kommende Radfahrer wahrnehmen und beachten, wurde in diesem Projekt nicht untersucht. Durch die geplante Inbetriebnahme einer Roadside Unit, die Warnnachrichten direkt an einzelne Fahrzeuge sendet, wird die Wirksamkeit des Warnsystems perspektivisch erhöht. Die Warnmeldungen können jedoch nur in Fahrzeugen, die über eine On-Board Unit verfügen, verarbeitet und angezeigt werden. Seitens der Stadt Gießen ist bereits vorgesehen, Linienbusse und andere Dienstfahrzeuge mit solchen On-Board Units auszustatten. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Production – Development – Optimization: Reduzierung der Fertigungsprogrammvarianz mittels datenbasierter Ähnlichkeitsanalyse zu Steigerung der Wirtschaftlichkeit von KMU(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-10-30) Eisbein, Hendrik; Pickert, Abiraam; Sasha, Knarren; Bunne, KasparItem type: Item , KomiD – Komplexitätsmanagement industrieller Dienstleistungssysteme(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2023-10-31) Schild, Lukas; Jensch, Jonas; Kokorski, StefanProduzierende Unternehmen sehen sich gezwungen, aufgrund immer individuellerer Kundenanforderungen eine steigende Anzahl an unterschiedlichen Produkten bzw. Produktvarianten anzubieten. Damit einher geht auch ein stetiges Wachstum des Dienstleistungsportfolios, da für jede Variante die passende Dienstleistung erbracht werden muss. Zudem befähigt die fortschreitende Ausstattung von Produkten und Maschinen mit Sensorik und Aktorik die Unternehmen, zunehmend auch datenbasierte Dienstleistungen anzubieten. Durch die daraus resultierende Komplexität stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, diese Angebotsvielfalt flexibel zu erbringen, ohne an Effizienz und Effektivität zu verlieren. Insbesondere KMU unterschätzen die Herausforderungen, die durch ein unstrukturiert wachsendes Leistungssystem entstehen. Das wachsende Angebot an klassischen industriellen Dienstleistungen und die Erweiterung durch datenbasierte Dienstleistungen, um den individuellen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, führt letztlich zum Aufbau von umfangreichen Dienstleistungssystemen („Dienstleistungsdschungel“).Item type: Item , DecentraLEAD – Entwicklung eines Vorgehens zum Einsatz KMU-spezifischer Managementinstrumente für die Gestaltung dezentraler Arbeitsplatzkonzepte(Hannover : Technische Informationsbibliothek) Herkenrath, Clara; Vetter, LauraZiel des Forschungsprojekts ‚DecentraLEAD‘ war es, KMU zum erfolgreichen Management dezentraler Arbeitsplatzkonzepte für kognitive Berufe zu befähigen.Item type: Item , "Mobiles Messsystem mit plasmonischem Aptamer-Sensorchip für die Vor-Ort-Analyse der Legionellen-Belastung an Trinkwasserinstallationen"; Akronym: LEGIOPLAS; Teilvorhaben: Entwicklung einer energieeffiziente Messelektronik und Prozesssteuerung für das Messsystem zur Bekanntmachung "Photonische Verfahren zur Erkennung und Bekämpfung mikrobieller Belastungen" im Rahmen des Förderprogramms "Photonik Forschung Deutschland"(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-12-10) Ludwig, Mike; Bretschneider, Yvonne; Frach, StefanItem type: Item , Systematische Untersuchung der Flüssig-flüssig-Extraktion von Fermentationsbrü-hen mit biologischen Feststoffen(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-10-31) Strehl, Lara; Eberz, Jörg; Magnus, Jørgen; Jupke, AndreasDatei-Upload durch TIBItem type: Item , Metadata for Ionospheric and Space Weather Observations (MISO)(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-12-18) Shpritz, YuriItem type: Item , Prediction and understanding of the wall-shear stress modulation by non-linear interactions based on novel machine learning techniques(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025-12-30) Lagemann, EstherThis project addresses a critical challenge in fluid dynamics: the accurate measurement and understanding of wall-shear stress in turbulent flows. Wall-shear stress, a measure of friction drag and dynamic loads, is crucial for numerous engineering applications, including the design of aircraft, trains, and chemical processes, as well as advancements in wind power generation and biomedicine. However, its instantaneous and spatially resolved measurement in experimental settings remains exceptionally difficult due to technical limitations. The project proposes a novel approach by leveraging modern deep learning algorithms to predict the wall-shear stress based on more easily accessible velocity measurements such as those obtained from Particle-Image Velocimetry (PIV) experiments. This approach goes far beyond traditional methods that often rely on linear assumptions or provide only single-point, temporal data, limiting a comprehensive understanding of complex, non-linear, and multi-scale interactions within turbulent flows. A key aspect of this research is the development of neural network architectures specifically designed to learn a mapping function from two-dimensional velocity fields located in the outer layer of a turbulent flow - which are usually easily measured - to the instantaneous wall-shear stress distribution. This will not only provide novel insight into the non-linear interactions that modulate the wall-shear stress but also make the complex physics understandable to humans, which is vital for developing more efficient and sustainable technologies. The relevance of these findings to the interested public is profound. Improved prediction and understanding of wall-shear stress can lead to more efficient transportation, as reducing drag on aircraft and trains translates directly into lower CO2 emissions and decreased fuel consumption. In human medicine, this research holds the potential for improved, personalized prediction and treatment of cardiovascular diseases that are significantly affected by wall-shear stress. Moreover, the advancement of renewable energy technologies, such as more efficient wind turbine designs, can be achieved through a deeper understanding of the forces exerted on their blades. By bridging the gap between complex fluid physics and interpretable, data-driven models, this project delivers foundational knowledge and practical tools for a wide range of applications that impact daily life and global sustainability.Item type: Item , Konstruktionsprinzipien, Leitdetails und Empfehlungen für den vorbeugenden baulichen Holzschutz von Nichtwohnungsbauten in Holzbauweise(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Frese, Matthias; Sander, Stefan; Kuck, ElisabetDatei-Upload durch TIBItem type: Item , Proceedings of the 16th International Workshop on Beryllium Technology (BeWS-16) : October 19-20, 2023, Santander, Spain(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Vladimirov, Pavel; Dorn, ChristopherThe 16th International Workshop on Beryllium Technology (BeWS-16) took place on 19-20 October 2023 in Santander, Spain, in conjunction with ICFRM-21 (International Conference on Fusion Reactor Materials) in Granada. Local organization was led by ”Leading Metal Mechanic Solutions” in Cantabria, Spain, a commer cial enterprise with a history of beryllium fabrication work for fusion applications, specifically ITER First Wall tiles. Overall technical support for the workshop came from the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) in Germany. The workshop venue was kindly provided free of charge by the Cantabria Government and the local organizers at Leading. The workshop was held in a hybrid mode, allowing for both in-person and online presentations and participation. About 50 participants represented academia, research institutes, and commercial industry from Spain, Germany, the USA, Japan, the UK, Kazakhstan, Latvia, and Sweden. The BeWS-16 program included two full working days with eight technical sessions. The workshop’s first day featured an engaging opening session, which included a welcome and introduction from the official representa tive of the Society for the Regional Development of Cantabria (SOREDCAN), Mr. Angel Gonzalez Madrazo, and the head of the ”Leading,” Mr. Marcos Perez. The first session started with invited presentations by Dr. Jae-Hwan Kim of QST in Japan on the current status of advanced neutron multipliers for JA DEMO (Demonstration Power Plant), followed by an overview on analysis methods of beryllium used in magnetic-confined fusion devices delivered by Professor Marek Rubel of KTH in Sweden. The “Fabrication & Recycling of Beryllium and Beryllides” session showcased innovative approaches, sharing new process ideas on beryllium extraction from beryl ore, which have the potential to provide a new commercial source for lower cost fusion-grade beryllium, also with ultra-low uranium content. New concepts on recycling for both irradiated and residual beryllium and beryllides were also presented. The next session addressed the challenges of molten salt breeders, specifically FLiBe (lithium-beryllium fluoride), being actively considered by multiple fusion start-up companies. The last session of the first day on ”Mechanical Properties & Irradiation Damage” provided valuable insights into screening tests for thermo mechanical properties of beryllium pebble beds, a form of the material that would be used as a neutron mul tiplier in a solid-breeder blanket design. That information was presented by Dr. Jorg Reimann of KIT in ¨ Germany and also included data on the mechanical properties of beryllide intermetallic compounds. The day was concluded with the BeWS-16 conference dinner at the Eurostars Hotel Real in Santander. The second day of the workshop kicked off with a presentation on the capabilities of the local organizers and host, “Leading Metal Mechanic Solutions”, and it was given by Mr. Ignacio Cobo, a senior manager at Leading. Talks in the ”Irradiation Damage & He-Implantation” session included those by Drs. Slava Kuksenko of UKAEA and Yutaka Sugimoto of QST. Their presentations focused on the investigation of radiation-damage effects in beryllium. The Modeling session, featuring ab initio simulations of helium and hydrogen behavior in beryllides, provided valuable modeling insights. The closing session was devoted to ”Health & Safety,” specifically the design of beryllium-handling and fabrication facilities, surface sampling techniques, methods for sample analysis, and screening tests. Mr. Aniceto Goraieb of KBHF (Karlsruhe Beryllium Handling Facility) in Germany, concluded the workshop with a presentation on the BeYOND Industrial Forum, announcing that the focus of future meetings would be expanded to include discussion on public-private partnerships (PPP) in fusion. The BeWS-16 International Organizing Committee (IOC) members voted to recognize three outstanding con tributors to the workshop series. Lifetime achievement awards were presented to Dr. Gunte Kizane of the University of Latvia and to Prof. Marek Rubel of KTH in Sweden for their many contributions to beryllium re search and their support of the Beryllium Workshops with regular attendance over the span of their long careers in the field. The Mario Dalle Donne Memorial Award (MDDMA) was bestowed upon Dr. Ramil Gaisin of KIT in Germany in recognition of his remarkable achievements in advancing the development and characterization of beryllide intermetallic compounds in the form of full-sized industrially fabricated blocks. The next Beryllium Workshop (BeWS-17) is planned to be held in the autumn of 2025, most likely in conjunc tion with ICFRM-22 in Japan, but details are yet to be determined. An announcement confirming dates and location will be made sometime in the latter half of 2024. Datei-Upload durch TIBItem type: Item , Proceedings of the 2024 Joint Workshop of Fraunhofer IOSB and Institute for Anthropomatics, Vision and Fusion Laboratory(Hannover : Technische Informationsbibliothek, 2025) Beyerer, Jürgen; Zander, TimDatei-Upload durch TIB
