Verbundvorhaben: EnOB: EnHoF - Entwicklung einer gasgefüllten Hochleistungs-Folienwärmedämmung
Schlussbericht des BMWE-geförderten Projekts
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Abstract
Im Rahmen des durchgeführten Projektes EnHoF wurden gasgefüllte Hochleistungs-Folienwärmedämmungen entwickelt. Diese Folienwärmedämmungen können Energieeffizienzpotenziale in Gebäuden und bei Warmwasserspeichern sowie bei der energetischen Gebäudesanierung erschließen. Dabei handelt es sich um Foliensysteme auf Basis von Infrarot-transparenten Luftpolsterfolien, welche durch die enthaltenen Luftpolster definierte Abstände zwischen Infrarot-reflektierenden Folien sicherstellen. Durch diese Art der Hochleistungswärmedämmung können bei geringerem Flächengewicht und in ausgewählten Anwendungen mit begrenztem Bauraum konkurrenzfähige thermische Kennwerte erzielt werden. Außerdem ist die flexible Einbringung in Fassaden (z. B. als Zwischensparrendämmung) und an Wärmespeichern (Anpassung an die abgerundete Form der Warmwasserspeicher) möglich. Die Bearbeitung des Projektes erfolgte in enger Kooperation zwischen den Projektpartnern Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), SUNSET Folien GmbH, Priedemann Fassadenberatung GmbH und STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG sowie den Unterauftragnehmern Neveon Austria GmbH, Hochschule für Technik Stuttgart (HFT Stuttgart) und Center for Applied Energy Research e.V. (CAE).
Im Projekt konnte durch den Einsatz von Infrarot-reflektierenden Zwischenlagen der Strahlungsanteil des Wärmetransports deutlich reduziert werden und durch eine Schwergasfüllung die Gaswärmeleitung wesentlich gesenkt werden. Durch eine Optimierung der Luftpolsterfolien wurde außerdem die Festkörperwärmeleitfähigkeit verringert. Insgesamt konnte die Wärmeleitfähigkeit von Luft-gefüllten Systemen mit low-e-Zwischenlagen auf 29 mW/(m·K) vermindert werden, während Argon-befüllte Muster Wärmeleitfähigkeiten von 21 mW/(m·K) erzielten. Für Krypton-befüllte Muster konnten sogar Wärmeleitfähigkeiten von 14 mW/(m·K) erreicht werden. Das Projekt hat somit die technische Machbarkeit im Labor und in Demonstratoren gezeigt. Die industrielle Umsetzung hängt nun maßgeblich vom Up-scaling der Schwergasbefüllung und der Konfektionierung der Folienwärmedämmung ab.
