KoOpRegioN - Kommunale Kooperationsoptionen für die nachhaltige Flächennutzung in der Region Nordschwarzwald

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Projekt KoOpRegioN hatte das Ziel, einen innovativen regionalen Governance-Ansatz für nachhaltiges Gewerbeflächenmanagement zu entwickeln und in der Fallstudienregion Nordschwarzwald umzusetzen. Im Mittelpunkt stand die Förderung interkommunaler und regionaler Kooperationen zur Entwicklung von Handlungsoptionen, um Flächen effizienter und nachhaltiger zu nutzen, Zielkonflikte zu entschärfen und die regionale Wirtschaft zu stärken. Das Projekt erstreckte sich von Februar 2020 bis Januar 2025 und basierte auf einem partizipativen „Co-Design“-Ansatz zwischen Wissenschaft und Praxis, wobei zahlreiche Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beteiligt waren.

Kern des Projekts war die Entwicklung eines "Integrierten nachhaltigen Gewerbeflächenmanagements" (INGFM) in interkommunaler Zusammenarbeit. Der INGFM-Ansatz adressierte insbesondere die zunehmende Flächenknappheit, sowohl bei Neuerschließungen als auch im Bestand, durch innovative Strategien. Die wissenschaftlichen Grundlagen bildeten Policy-Design-Forschung, Governance-Theorien, Nachhaltigkeitsbewertungen und partizipative Methoden. Das entwickelte Rahmenwerk unterstützte gezielt Wissensmanagement und Entscheidungsprozesse und blieb kompatibel mit der kommunalen Planungshoheit, wobei ein regional abgestimmtes und umfassendes Nachhaltigkeitsverständnis etabliert wurde.

Die im Projekt entwickelten Lösungsansätze wurden in Pilotprojekten erprobt, die neue und bestehende Gewerbeflächen umfassten. Schwerpunkte lagen auf Nachverdichtung, Transformation und energetischer Optimierung. Ein Fokus war die Anwendung und Weiterentwicklung eines Bewertungs- und Zertifizierungssystems für geplante und bestehende Quartiere und Gewerbegebiete, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), vor allem in Bezug auf Flächen- und Ressourceneffizienz.

Abschließend wurde das Strategiepapier "Wege zu einem integrierten nachhaltigen Gewerbeflächenmanagement in der Region Nordschwarzwald" mit drei zentralen Instrumenten ausgearbeitet: regional organisiertes Gewerbeflächenmanagement zur kommunalen Unterstützung und zum Erfahrungsaustausch, Nachhaltigkeitszertifizierung von Gewerbegebieten sowie das Erbbaurecht als strategisches Instrument der kommunalen Bodenbevorratungspolitik. Zur langfristigen Verstetigung der Ansätze wurde ein Leitfaden für verschiedene Zielgruppen erarbeitet, darunter Regionalverbände, Städte und Gemeinden, Unternehmensvertreter, Kammern, Verbände, Forschung und Politik auf Länder- und Bundesebene.

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