Systemmedizinisches Forschungsnetz zur Früherkennung und Prävention von Leberkrebs - LiSyM-Krebs; Konsortialprojekt: Mechanismus-basiertes Multiskalenmodell zur Dissektion des tipping points von Leberzirrhose zu Hepatozellulärem Karzinom - C-TIP-HCC
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Leberkrebs (HCC) entwickelt sich überwiegend auf dem Boden einer Leberzirrhose und zeigt in den letzten Dekaden eine deutlich ansteigende Inzidenz. Für diese Patienten wird deshalb alle 6 Monate eine Abdomensonographie und AFP-Bestimmung empfohlen. Allerdings weist die alleinige Abdomensonographie lediglich eine Sensitivität von 53% und in Kombination mit AFP von 63% für den Nachweis eines HCCs im frühen Stadium auf. Der GALAD (gender, age, AFP-L3, AFP und DCP)-Score wurde jüngst in einer Vielzahl retrospektiver aber auch prospektiver Fall-Kontroll-Studien zur HCC-Detektion untersucht. In prospektiven Studien war auch die Sensitivität des GALAD-Scores für die HCC-Detektion mit 55-67% suboptimal und mit einer falsch positiven Rate von 23% assoziiert. Bei einem signifikantem Anteil von HCC-Patienten ist zudem keine AFP-Erhöhung zu verzeichnen. Es ist deshalb von hoher klinischer und sozioökonomischer Relevanz, die Überwachungsstrategie bei Leberzirrhose zu verbessern. C-TIP-HCC steht für "Cirrhosis-TIPping-Point-HCC" ("Zirrhose-Kipppunkt-HCC") und hat das Ziel, durch systemmedizinische Forschung Erkenntnisse über das Fortschreiten der Zirrhose zum HCC zu gewinnen, um darauf basierend neue Marker/Tests zu etablieren, die eine frühzeitige Erkennung bzw. Vorbeugung der Leberkrebsentstehung ermöglichen. Datei-Upload durch TIB
