ANONY‑MED: Anonymisierte Daten für die digitalisierte Medizin der Zukunft; Teilvorhaben: "Privacy‑bewahrende Analyse‑ und Synthesemethoden"; Forschungsnetzwerk Anonymisierung für eine sichere Datennutzung; Förderrahmen "Digital. Sicher. Souverän"
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Das Verbundprojekt ANONY‑MED adressiert das Spannungsfeld zwischen hohem Wert medizinischer Daten für KI‑basierte Diagnostik und Prognose und den strengen Datenschutzanforderungen der DSGVO. Ziel war die Entwicklung und Erprobung eines Werkzeugkastens, mit dem sensible Gesundheitsdaten entweder durch Datensynthese anonymisiert oder mittels Kryptographie sicher ausgewertet werden können. Dazu wurden generative Modelle für Bild‑ und Tabellendaten (u. a. 3D‑Gefäßdarstellungen des Gehirns, Schlaganfall‑MRTs, kardiologische und Prostata‑Registerdaten) entwickelt und hinsichtlich Bildqualität, klinischer Nutzbarkeit und Datenschutz evaluiert. Parallel entstanden homomorphe Analyseverfahren, mit denen z. B. PI‑RADS‑Scores oder statistische Vergleiche von Bilddaten direkt auf verschlüsselten Daten berechnet werden können. Ergänzend wurde eine Privacy‑Metrik aufgebaut, die das individuelle Risiko von Rückschlüssen auf einzelne Patient:innen quantifiziert. Die Methoden wurden in drei Use Cases demonstriert: radiologische Befundung bei Prostatakrebs, kardiologische Risikostratifikation und Schlaganfalltherapie. ANONY‑MED leistet damit einen Beitrag zum Aufbau vertrauenswürdiger Gesundheits‑Datenökosysteme und bildet die Grundlage für weiterführende Forschungs‑ und Transferprojekte im Bereich Privacy‑Enhancing Technologies.
