RESCHEDULE - Resilienz Mediterraner Agrarsysteme gegenüber Klimawandel-Extremen: Die Kraft der Bodengesundheit und der assoziierten Mikrobiota; Teilprojekt: Mikrobiom, Bodengesundheit und nachhaltige Landwirtschaft im Angesicht des Klimawandels im Mittelmeerraum

Abstract

Das Projekt RESCHEDULE (RESilient to Climate CHange Extremes MeDiterranean AgricUltural Systems) hatte das Ziel, landwirtschaftliche Systeme widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Besonders betroffen ist der Mittelmeerraum, in dem zunehmende Hitzeperioden, geringere Niederschläge und häufigere Extremereignisse die Produktivität von Agrarsystemen gefährden. Bereits vor Projektbeginn war bekannt, dass Bodengesundheit und die im Boden lebenden Mikroorganismen eine Schlüsselrolle für die Stabilität von Agrarsystemen spielen, unter anderem durch die Speicherung von Kohlenstoff, die Regulierung des Wasserhaushaltes und die Unterstützung des Pflanzenwachstums. An diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen knüpfte RESCHEDULE an. RESCHEDULE war ein internationales Projekt mit Partnern aus Deutschland, Italien, Griechenland, Tunesien und Portugal dessen Erfolg maßgeblich von der engen Zusammenarbeit geprägt war. Der deutsche Beitrag, koordiniert durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, stellte mit der "Global Change Experimental Facility" (GCEF) eine einzigartige Forschungsplattform, die es erlaubt, zukünftige Klimabedingungen experimentell nachzustellen. Die Partner im Mittelmeerraum ergänzten diese Daten durch Feldversuche in Regionen, die bereits heute unter realer Wasserknappheit und intensiver Hitze leiden. Dadurch entstand ein Datenfundament, das die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Klimazonen gewährleistete und die Übertragbarkeit der Ergebnisse erheblich steigerte. In unterschiedlichen Bewirtschaftungssystemen (konventionell, ökologisch, ertragsorientiert, biodiversitätsorientiert) wurden die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsweise auf Bodeneigenschaften, Pflanzenproduktivität und mikrobielle Prozesse untersucht. So konnte systematisch analysiert werden, wie landwirtschaftliche Managementmaßnahmen die Widerstandsfähigkeit von Agrarsystemen gegenüber Stressfaktoren beeinflussen. Die internationale Kooperation in RESCHEDULE wurde durch regelmäßige Treffen, gemeinsame Datenanalysen und die Erstellung gemeinsamer wissenschaftlicher Publikationen intensiviert. Dieser kontinuierliche Austausch ermöglichte es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Standorten herauszuarbeiten und die jeweiligen methodischen und wissenschaftlichen Stärken der Partner optimal zu nutzen. Die deutsche Expertise in Langzeitexperimenten und molekularbiologischen Analysen verband sich so mit der Erfahrung der mediterranen Partner im Umgang mit wasserlimitierten Agrarsystemen. Ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit war die Entwicklung eines „Decision Support Systems“, das Landwirten des Mittelmeerraumes adaptive Empfehlungen für nachhaltige Bewirtschaftungsstrategien bietet. Hier flossen die experimentellen Daten aus dem GCEF ebenso ein wie die Beobachtungen der mediterranen Partner. Auf diese Weise entstand ein praxisorientiertes Werkzeug, das die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projekts in konkrete Handlungsmöglichkeiten übersetzt und damit sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Nutzen stiftet.

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