Soziale Identität und gesellschaftlicher Zusammenhalt: Welche Anerkennungsdefizite bedrohen die soziale Kohäsion?
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Abstract
Ziel des Projektes war es, zu untersuchen, wie die Bedrohung sozialer Identitäten durch jüngere gesellschaftliche Entwicklungen unterschiedliche Aspekte des sozialen Zusammenhaltes beeinflusst. Dabei fokussiert das Projekt auf individuelle Einstellungen, die für den sozialen Zusammenhalt als förderlich (z.B. Vertrauen in Institutionen) oder eher abträglich (z.B. populistische Einstellungen) betrachtet werden. Ausgangspunkt war die Annahme, dass sozialer Wandel sowohl die kognitive Bedeutung als auch die Bewertung von sozialen Kategorien verändert, was bei den Individuen Identitätsbedrohungen in Form kognitiver Verunsicherung einerseits und wahrgenommener Herabwürdigung andererseits nach sich ziehen kann. Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitspakete (AP). AP1 untersuchte anhand von international vergleichenden Sekundärdaten, wie institutionelle Charakteristiken von Gesellschaften soziale Identitäten beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf Aspekte sozialen Zusammenhalts hat. AP2 untersuchte anhand einer eigenen Onlinestudie, welche Dimensionen sozialer Identität (unterschiedliche Anerkennungsformen der sozialen Kategorien Schicht, Geschlecht, Lebensform und Generation, Identitätsverunsicherung) welche Aspekte des sozialen Zusammenhalts (beispielsweise Institutionenvertrauen, Populismus, Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen) besonders bedeutsam sind. Im Fokus von AP3 stand die Frage, welche Faktoren die Bewertung von sozialen Kategorien beeinflussen. Datei-Upload durch TIB
