Modellierungsnetz: PROGNOSIS - Epidemiebedingter Ressourcenbedarf von Krankenhäusern - Modellierung von Inzidenz, Bettenbelegung, Personalplanung und Versorgungsketten; Teilprojekt C
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Durch die COVID-19-Pandemie wurde aufgezeigt, dass die Ressourcen und Kapazitäten des Gesundheitssektors in Deutschland nicht ausreichten, um eine Überlastung zu vermeiden. Dies wirkte sich nicht nur auf die COVID-19-Patienten aus, sondern verschlechterte die Versorgung im Gesundheitssektor allgemein. Beispielsweise fielen Präventions- und Screening-Programme aus, und geplante Operationen wurden verschoben. Das aus fünf Partnern bestehende, vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt- geförderte Projekt PROGNOSIS, hat die Aufgabe die in der Vergangenheit gesammelten Daten zu nutzen, um Kurzzeit- und mechanistische Langzeit-Prognosemodelle der Krankenhausbelastung auf verschiedenen Versorgungsebenen (Standard, Intensiv, Beatmung, extrakorporale Membranoxygenierung / ECMO) für die drei ausgewählten Atemwegsinfektionen (COVID-19, Influenza und Pneumokokken-Pneumonie) zu entwickeln. Die unterschiedlichen geografischen Ebenen (Deutschland, Bundesländer, Landkreise) sollen berücksichtigt werden, um den Einfluss der Einzelnen auf lokale Vorhersagen zu erfassen. Das Wachstum der Datenbasis soll durch die weiterführende Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Institutionen und Kompetenzzentren nachhaltig verstetigt werden. Die Auswirkungen auf die Versorgungsketten und Personalressourcen der Krankenhäuser sind ebenfalls Gegenstand von PROGNOSIS. Durch die Prognose, zum Beispiel der Bettenauslastung, soll frühzeitiger und zielgerichteter auf Veränderungen reagiert werden, um so die Überlastung verschiedener Versorgungsstrukturen zu verhindern. Das Projekt knüpft an das Projekt DISPENSE an, wo eine gemeinsame Datenbasis mit den lokalen und sächsischen Gesundheitsbehörden aufgebaut und täglich Prognosen der Bettenauslastung bereitgestellt wurden.
