Verbundprojekt D-MeerKAT-II: Ein deutscher Beitrag zur Weiterentwicklung der Radioastronomie im Zentimeterwellenlängenbereich; Thema: Radioastronomie
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Abstract
Das Projekt verfolgte zwei Ziele die jeweils eigenständige Beiträge zum Verbundvorhaben darstellen, die jedoch auch intern wechselseitig korrespondieren. Zur Untersuchung schneller zeitvariabler Phänomene ist eine schnelle Onlineidentifikation astrophysikalischer Ausbrüche von kurzer Zeitdauer notwendig. Einerseits können entsprechende Identifikationen genutzt werden um die entsprechenden Datensätze komplett zu speichern (im Gegensatz zu den übrigen Messungen, bei denen Daten nicht verlustfrei komprimiert werden). Zum zweiten erlaubt eine zuverlässige prompte Online Identifikation von Strahlungsausbrüchen prompte Nachbeobachtungen in anderen Frequenzbereichen. Dies erfordert neben der instantanen Identifikation von astrophysikalischen Ausbrüchen eine prompte Separation von RFI-induzierten Störsignalen. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Klassifikation ist wichtig um die Zuverlässigkeit der Triggersignale zu charakterisieren. In einem dritten Schritt müssen identifizierte und entsprechend charakterisierte Ereignisse in geeigneter Form automatisch kommuniziert werden, um prompte Nachfolgebeobachtungen zu ermöglichen. Alle drei Schritte wurden bearbeitet. Die Identifikation und die Charakterisierung der Signale zur zuverlässigen Diskrimination von Störsignalen erfolgt eng verzahnt und wurde in der Projektphase abwechselnd weiter vorangetrieben. Dabei wurden parallel Algorithmen in die Verarbeitung integriert, die sehr effiziente Datenkompression ermöglichen. Im Zuge der erfolgen Meßkampagnen stellte sich heraus, dass die tatsächlich auftretende Flarerate signifikant niedriger ist, als bislang antizipiert. Damit steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Identifikation wahrer Triggersignale. Die notwendig niedrige Rate falsch-positiver Alarme führte dazu, dass bislang noch keine Trigger öffentlich kommuniziert wurden. Dennoch wurde der dritte Schritt zur automatischen Dissemination vorbereitet und intern getestet. Automatische Triggersignale schneller Ereignisse sollten zuverlässig von anderen Einrichtungen nachbeobachtbar sein. Im zweiten Teilvorhaben wird eine andere Radioantenne (SKA-MPI) für einen robotischen Betrieb vorbereitet. Dieser würde es ermöglichen nicht nur ein langfristige geplantes Beobachtungsvorhaben möglichst zeiteffizient zu beobachten und Triggersignale autonom kurzfristig zu beobachten. Ein solcher Scheduler wurde für SKA-MPI entworfen und soll zeitnah eingesetzt werden.
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