KliMaWerk - Nachhaltige Bewirtschaftung des Landschaftswasserhaushaltes zur Erhöhung der Klimaresilienz: Management und Werkzeuge
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Abstract
Die Ergebnisse der Forschung im Projekt KliMaWerk – Wasser:Landschaft verdeutlichen, dass der Klimawandel den Landschaftswasserhaushalt bereits heute spürbar verändert und sich diese Trends in den kommenden Jahrzehnten deutlich verstärken werden. Langanhaltende Trockenperioden, häufiger auftretende Starkregenereignisse und steigende Temperaturen führen zu einer Verschiebung der saisonalen Wasserverfügbarkeit und damit zu einer erhöhten Belastung sowohl für die Ökosysteme als auch für die Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Siedlungsräume. Hinzukommt eine schon eingetretene, sich weiter erhöhende Wassertemperatur mit weitreichenden Folgen für viele Gewässer-Biozönose.
Die Modellierungen zeigen, dass eine nachhaltige, naturbasierte Maßnahmenumsetzung die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf hydrologische Prozesse und ökologische Funktionen deutlich abmildern kann. Besonders wirkungsvoll sind Maßnahmen, die den Wasserrückhalt in der Landschaft erhöhen – etwa durch Landnutzungsänderungen, Wiedervernässung von Auen, Entsiegelung, steuerbares Entwässerungsmanagement und eine konsequente Entwicklung von Ufergehölzen. Diese tragen nicht nur zur Stabilisierung des Wasserhaushalts bei, sondern verbessern auch die ökologische Resilienz der Fließgewässer und die biologische Vielfalt. Um solche Maßnahmen überhaupt umsetzen zu können, muss die Verfügbarkeit geeigneter Flächen langfristig gesichert werden.
Die Anpassung muss auf Einzugsgebietsebene gedacht und sektorenübergreifend umgesetzt werden. Nur durch ein abgestimmtes Vorgehen von Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Kommunen, Naturschutz, Industrie und Bevölkerung kann der Übergang zu einer klimaresilienten Wasserlandschaft gelingen. Die verschiedenen Stakeholder stehen vor der Aufgabe, ihre bisherigen Praktiken und Formen der Bewirtschaftung anzupassen. Entscheidend ist dabei, dass die notwendige Anpassung nicht als Belastung wahrgenommen werden. Vielmehr stellen sie eine Chance dar, denn ein Wandel ist dringend notwendig, um sich frühzeitig an die neuen Herausforderungen (Wasserknappheit/-mangel sowie Schäden durch Starkregen) anzupassen. Dies bringt Vorteile sowohl für einzelne Akteure als auch für die gesamte Gesellschaft.
