"Entwicklung von Methoden zur Testung von Biologika zur Behandlung von GvHD" im Rahmen des Eurostars Projekts STOP-GVHD "Entwicklung einer neuen Therapie zur Prävention von Organschäden verursacht durch die graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) in Patienten nach einer allogenen peripheren Blutstammzelltransplantation"

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Im Rahmen des STOP-GVHD-Konsortiums sollte erprobt werden, ob die Aktivierung des Programmed cell death protein 1 (PD-1)-Signalwegs, spezifisch durch einen von der Firma Phialogics GmbH entwickelten PD-1 Agonisten Phia-001 (PHI258), zur Behandlung der Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) nützlich sein könnte. Die GvHD tritt besonders bei Patientinnen auf, die, z.B. in Folge einer Bestrahlung zur Behandlung von Leukämie, eine allogene Stammzelltransplantation (allo-HCT) erhalten haben. Da die Bestrahlung des Knochenmarks dieser Patientinnen depletiert, muss anschließend Knochenmark von Spenderinnen transplantiert werden. Die sich aus dem Knochenmark entwickelnden Immunzellen können nun, da sie im Vergleich zum Wirtsgewebe ein anderes Haupt-Histokompatibilitäts-System enthalten, das Wirtsgewebe wie z.B. Haut, Lunge, Herz, Leber und Magen-Darm-Trakt angreifen und so lebensgefährliche Organschäden hervorrufen. Das neue, transplantierte Immunsystem wendet sich also gegen den Wirt, da dieser als fremd erkannt wird. Diesem Problem wird klinisch durch Gabe von starken Immunsuppressiva wie Glukokortikoide (z.B. Prednison) oder Rapamycin vorgebeugt. Allerdings tritt die GvHD trotz dieser starken Immunsuppression immer noch bei einer großen Zahl von Patientinnen nach allo-HCT auf und es besteht weiterhin eine hohe Sterblichkeitsrate. Andere starke Immunsuppressiva wie z.B. Ruxolitinib können bei Patientinnen eingesetzt werden, die nicht auf die konventionelle Therapie ansprechen. Allerdings sprechen nur ca. 40% der Patientinnen auf diese Behandlung an, was deutlich macht, dass neue Strategien zur Prävention und/oder Therapie von GvHD benötig werden.

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